Obwohl die Strecke erst am Mittwoch offiziell eröffnet wurde, haben schon viele Radfahrer den neuen Geh- und Radweg zwischen Oberhausen und Beuren benutzt. Seit Ende April ist die Strecke asphaltiert. Nun wurde die rund 2,5 Kilometer lange Verbindung entlang der Niederhauser Straße feierlich freigegeben. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger kamen dazu bei strahlendem Sonnenschein am Ortsausgang von Beuren zusammen.
Über drei Millionen Euro kostet der neue Radweg zwischen den Ortsteilen Beuren und Oberhausen
Mit dem Projekt entstand nicht nur ein neuer Radweg. Entlang der Strecke wurden auch Straßenbauarbeiten durchgeführt, Gehwege erneuert und die Fahrbahn teilweise saniert. Insgesamt kostete die Maßnahme rund 3,1 Millionen Euro. Etwa 1,4 Millionen Euro kamen aus Fördermitteln, der Landkreis Neu-Ulm übernahm rund eine Million Euro, weitere 700.000 Euro trugen die beteiligten Kommunen. Die eigentliche Bauzeit habe nur etwa ein Jahr betragen, sagte Erich Winkler, stellvertretender Landrat des Landkreises Neu-Ulm. Die ersten Ideen für das Projekt gab es bereits vor knapp zehn Jahren.
Winkler betonte bei der Freigabe die zunehmende Bedeutung des Fahrrads im Alltag. „Das Fahrrad hat sich in den letzten Jahren verändert. Es ist nicht mehr nur Freizeit, sondern Verkehrsmittel“, sagte er. Viele Menschen würden mit dem Rad zur Arbeit oder zur Schule fahren. Gleichzeitig sei die Trennung von Auto- und Radverkehr wichtig. „Selbst auf Nebenstraßen hat man als Fahrradfahrer oft ein ungutes Gefühl, wenn Autos vorbeifahren.“
Neuer Radweg schließt wichtige Lücke: Auch der Schulweg wird sicherer
Auch Pfaffenhofens Bürgermeister Sebastian Sparwasser (parteilos) sprach von einem wichtigen Projekt für die Region. Gerade bei Bürgerversammlungen sei die fehlende Verbindung immer wieder Thema gewesen, berichtete er. „Die Kinder mussten wir früher irgendwie übers Feld schicken.“ Nun gebe es endlich einen sicheren Weg für den Alltagsverkehr – etwa Richtung Schule, Kindergarten oder Sportplatz.
Weißenhorns Bürgermeisterin Kerstin Lutz (CSU), die selbst mit dem Fahrrad zur Freigabe gekommen war, bezeichnete den neuen Abschnitt als wichtigen Lückenschluss im regionalen Radwegenetz. „Jetzt sind alle Ortsteile an das Radwegenetz angebunden“, sagte sie. Von Weißenhorn aus könne man nun alle Ortsteile sicher mit dem Fahrrad erreichen.
Auch die ersten Nutzer zeigen sich zufrieden. Rund ein Dutzend Mitglieder der Radgruppe Oberhausen waren zur Eröffnung gekommen, ebenso der Weißenhorner Gottfried Jüstel, der den Weg bereits mehrfach genutzt hat. Sein Urteil fällt kurz aus: Der neue Radweg sei „vom Feinsten“.
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