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„Ohne Schneider keine Kleider“: Schneiderinnen kämpfen für die Zukunft ihres Handwerks

Landkreis Neu-Ulm/Landkreis Günzburg

„Ohne Schneider keine Kleider!“: Schneiderinnen kämpfen für die Zukunft ihres Handwerks

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    Sie setzen sich für das Fortbestehen ihrer Innung ein: Die Schneiderinnen (von links) Julia Ruf, Bettina Schließer-Stadtmüller und Margot Schlossarczyk.
    Sie setzen sich für das Fortbestehen ihrer Innung ein: Die Schneiderinnen (von links) Julia Ruf, Bettina Schließer-Stadtmüller und Margot Schlossarczyk. Foto: Pia Novak

    Wer durch die Ulmer Fußgängerzone schlendert, trifft dort vielleicht auf eine ungewöhnliche Figur: eine bunte, lebendige Mülltonne. Dahinter steckt oft die Arbeit von Bettina Schließer-Stadtmüller aus Senden. Die Schneiderobermeisterin ist seit 36 Jahren im Beruf und ihr Repertoire ist breit: Kostüme für das Ulmer Theater, Prinzengewänder für den Karneval, festliche Hochzeitskleider. Sie hat in ihren Berufsjahren rund 3000 Kleidungsstücke angefertigt. Was sie näht, bereitet Freude – und bleibt oft ein Stück Lebenserinnerung. Ein Kleid, das perfekt sitzt. Eine Hose, die sich auch noch nach Jahren anpassen lässt – Einzelstücke, die Geschichten tragen. Doch die Zeiten sind nicht leicht für das Schneiderhandwerk. Der hiesigen Maßschneider-Innung droht gar das Aus.

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