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Schaufenster für Betriebe aus Weißenhorn und Umgebung: Gewerbeschau findet im September statt

Weißenhorn

Schaufenster für Firmen aus Weißenhorn und Umgebung: Nächste Gewerbeschau ist im September 2026

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    Betriebe aus Weißenhorn und Umgebung haben bei der Verbraucherschau in der Fuggerhalle die Möglichkeit, sich und ihre Produkte zu präsentieren.
    Betriebe aus Weißenhorn und Umgebung haben bei der Verbraucherschau in der Fuggerhalle die Möglichkeit, sich und ihre Produkte zu präsentieren. Foto: Andreas Brücken (Archivbild)

    Gerade in unsicheren Zeiten sollten Firmen auf sich aufmerksam machen und die Gelegenheit nutzen, sich auf einer großen Verbraucherschau präsentieren zu können. Das betont Katja Blum, die Vorsitzende des Gewerbeverbands Weißenhorn, die derzeit mit der Organisation der nächsten Gewerbeschau gut beschäftigt ist. Heuer wird wieder eine solche Veranstaltung in der Fuggerhalle stattfinden, und zwar von 11. bis 13. September 2026. Das ist das letzte Wochenende in den Sommerferien. Acht feste Zusagen von Betrieben habe sie schon, sagt Blum, plus eine mündliche Zusage. Sie hofft, dass diesmal wieder mehr Unternehmen dabei sind als im Jahr 2023.

    24 Betriebe sei die absolute Untergrenze, sagt sie im Gespräch mit unserer Redaktion. So viele waren es bei der Verbraucherschau vor zweieinhalb Jahren. Hinzu kamen sieben Vereine und Hilfsorganisationen. Bei der ersten Veranstaltung dieser Art in der Fuggerhalle im Jahr 2016 machten 41 Betriebe mit, zwei Jahre später 40. Wegen der Corona-Pandemie fand erst 2023 wieder eine Gewerbeschau statt.

    Ein Termin für die Gewerbeschau außerhalb der Ferien ist nicht möglich

    Vielen Mitgliedern des Gewerbeverbands wäre es lieber, die Verbraucherschau außerhalb der Sommerferien auszurichten. Doch das funktioniert nicht, wie Blum auf erneute Nachfrage bei der Stadtverwaltung erfahren hat: „Wir können die Fuggerhalle nur in den Ferien nutzen“, sagt sie. Außerhalb der Ferien sei sie für die schulische Nutzung vorbehalten. Das Publikumsinteresse ist nach Angaben der Unternehmerin aus Emershofen jedenfalls groß. Nach der Auswertung eines Gewinnspiels hatte sich schon 2016 gezeigt, dass auch aus den benachbarten Landkreisen Besucherinnen und Besucher gekommen waren. Iller-, Roth und Günztal nennt Blum deshalb als Einzugsgebiet.

    Bei der Auswahl der Betriebe haben zunächst die Mitglieder des Gewerbeverbands und Firmen aus Weißenhorn Vorrang. Wenn sich in diesem Kreis niemand aus einer Branche oder für ein Gewerke meldet, dann geht die Organisatorin auf die Suche nach Betrieben aus der näheren Umgebung. „Ich hoffe, dass die ein oder anderen Betriebe wieder wachgerüttelt werden“, sagt Blum. Schließlich biete die Verbraucherschau eine Präsentationsmöglichkeit über die Stadtgrenzen hinaus.

    Wie beurteilt die Chefin des Gewerbeverbands die derzeitige Lage der regionalen Wirtschaft? Die Handwerksbetriebe seien nicht mehr so lange im Voraus mit Aufträgen verplant und vom Einzelhandel höre man, dass es in gewissen Branchen nicht mehr so gut laufen soll, berichtet sie. „Es sind Unsicherheiten da“, sagt sie, „weil man nicht genau, wie es sich wirtschaftlich entwickelt“. Eventuell stellten Firmen da Investitionen zurück. Qualifiziertes und motiviertes Personal, betont sie, werde jedenfalls weiterhin gebraucht.

    Die Chefin des Weißenhorner Gewerbeverbands klagt über fehlendes Engagement

    Was der Unternehmerin nach eigenen Angaben derzeit mehr Sorgen bereitet als die wirtschaftliche Lage ist der mangelnde Zusammenhalt und fehlendes Engagement - sowohl innerhalb des Verbands, als auch außerhalb. Es fehle der Wille, gemeinsam etwas umzusetzen und voranzubringen, kritisiert sie. 70 Mitglieder hat der Weißenhorner Gewerbeverband derzeit, doch nur ein Teil davon ist offenbar bereit, sich bei Aktionen mit einzubringen. Bei der jüngsten Jahreshauptversammlung seien nur um die 20 Mitgliedsunternehmen vertreten gewesen, erzählt Blum. Ideen gebe es viele, aber irgendjemand müsse sie eben auch umsetzen: „Im Zusammenspiel zwischen Gewerbeverband, Stadt, Vereinen und engagierten Bürgern könnte man was auf die Beine stellen.“ Doch das funktioniere derzeit nicht. Sie und ihre Kollegen im Vorstand seien immer aufgeschlossen für Ideen. „Aber wir erwarten auch, dass der Ideengeber bei der Umsetzung mitwirkt.“

    Die Verbraucherschau sei für sie eine „Herzensangelegenheit“, sagt Blum. Auch da sei Mithilfe erwünscht. Bei den vorherigen Gewerbeschauen hatte sie noch Unterstützung von Dieter Swoboda erhalten. Er hat sich inzwischen altersbedingt zurückgezogen. „Ich bin da jetzt Alleinkämpferin“, fügt die Vorsitzende hinzu, die nun im zehnten Jahr ihrer Tätigkeit als Leiterin des Verbands steht. Im Moment lässt sie es noch offen, ob sie sich 2027 wieder zur Wahl stellen wird. „Ich hätte kein Problem damit, in die zweite Reihe zu treten und einer jüngeren Person mit frischen Ideen den Vorsitz zu überlassen“, sagt sie.

    Über die Osterferien findet in Weißenhorn wieder die Osteraktion des Gewerbeverbands statt. Heißt: In den Schaufenstern der teilnehmenden Betriebe werden goldene Ostereier versteckt. Die Kundinnen und Kunden können sie zählen und an einem Gewinnspiel teilnehmen. Die Idee dahinter: Die Menschen laufen gezielt die Geschäfte in Weißenhorn ab und entdecken, was es dort alles gibt. Interessierte Betriebe können sich noch bis 21. Februar beim Gewerbeverband anmelden.

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