Breitenthal im Fokus: Wichtige Themen der Bürgerversammlung diskutiert
Breitenthal
Bürgermeisterin Wohlhöfler gibt ihren Rückzug aus dem Amt bekannt
Bei der Bürgerversammlung in Breitenthal informierte Gabriele Wohlhöfler, dass sie nicht mehr für das Amt an der Gemeindespitze kandidieren werde.
26.03.25 - aktualisiert:
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Wohlhölfer ist seit 30 Jahren in der Gemeinde politisch aktiv.Foto: Peter Bauer
Die wohl wichtigsten Sätze fielen am Schluss der jüngsten Bürgerversammlung in Breitenthal: „Nach dann 24 Jahren als Ihre erste Bürgermeisterin unserer Gemeinde habe ich entschlossen, mich nicht erneut für dieses Amt zu bewerben“, sagte Gabriele Wohlhöfler. Zähle sie noch die sechs Jahre zuvor im Gemeinderat hinzu, so seien es dann 30 Jahre, in denen sie sich „gerne und immer an erster Stelle für unsere Gemeinde eingebracht“ habe. „Damit Sie genügend Zeit haben, die Weichen für die Zukunft unserer Gemeinde zu stellen“, würde sie bereits jetzt die Bürgerinnen und Bürger über ihre Pläne informieren. Zuvor hatte die Ortschefin im gut besuchten Vereinsheim noch einmal auf wichtige Themen des vergangenen Jahres zurückgeblickt.
Was in Breitenthal im vergangenen Jahr alles passiert ist
Passiert ist viel in der rund 1300-Einwohner-Gemeinde: Vom Neubau des Radweges entlang des Oberrieder Weihers und von Breitenthal nach Oberried, über die Erschließung des Baugebiets „Kirchenweg Süd“, die demnächst beginnen soll, bis hin zur dauerhaften Installierung einer Fußgängerampel an der gefährlichen Kurve und der Bushaltestelle ab Frühjahr 2025 in Nattenhausen. Unter anderem zwei Projekte werden die Kommune auch in den nächsten Jahren beschäftigen.
Neue Solarlampen hat die Gemeinde Breitenthal vom Vereinsheim bis hin zum Kreisverkehr Nattenhausen aufgestellt, um einen sicheren Nachhauseweg zu gewährleisten.Foto: Manuela Rapp
Wo soll die Breitenthaler Feuerwehr künftig unterkommen?
Da ist zum einen die aktuelle Unterkunft der Breitenthaler Feuerwehr, bei der aus Sicht der Inspektion „dringender Handlungsbedarf“ herrsche. Das Areal des Wertstoffhofes, der nach dem Hochwasser im vergangenen Juni laut Bürgermeisterin sehr in Mitleidenschaft gezogen und dauerhaft geschlossen wurde, sei als Standort für den Neubau eines Feuerwehrhauses für beide Wehren mit drei Stellplätzen vorgesehen. Eine Baugrunduntersuchung sei zu dem Ergebnis gekommen, dass sich dies mit einer Pfahlgründung verwirklichen ließe.
„Die weitere Planung läuft“, sagte die Ortschefin. Dazu sei ein Bebauungsplan aufzustellen und der Flächennutzungsplan zu ändern. Um im Parallelverfahren keine Zeit zu verlieren, seien damit bereits Ingenieurbüros beauftragt. Ebenso habe sich ein Planungsausschuss konstituiert, um die Konzeption der Planer „sehr intensiv“ zu begleiten.
Was die Fortschreibung des Regionalplans Donau-Iller betrifft, so sei die von der Gemeinde vorgeschlagene Vorrangfläche für Windenergie beim Unterroggenburger Wald gestrichen worden. Stattdessen wurde laut Gabriele Wohlhöfler nun das „Schloßbauerfeld“ aufgenommen. „Wir haben diese Fläche abgelehnt wie auch die Stadt Krumbach und die Gemeinde Deisenhausen“, betonte sie. Derzeit würden die Stellungnahmen bearbeitet: „Der Planungsausschuss hat noch nicht getagt.“
Das sagt die Kämmerin zur Wirtschaftslage von Breitenthal
Wasserwart Andreas Mayer vom gemeindlichen Wasserwerk berichtete für 2024 von einem durchschnittlichen Wasserverbrauch in der Gemeinde von 221 Kubikmetern täglich. Weiter kündigte er an: „In Breitenthal werden heuer die Wasserzähler im gesamten Netz ausgetauscht.“ Und VG-Kämmerin Barbara Fetschele meinte, die Rücklage von rund 916.500 Euro werde sich durch die anstehenden Investitionen für Feuerwehrhaus, Erschließung des Baugebiets und Kanalsanierungen erheblich reduzieren. „Die Gemeinde muss weiterhin sparsam wirtschaften“, erklärte sie.
Am Ehrenmal in Nattenhausen wird die Christusfigur renoviert, worum sich der Veteranenverein kümmern wird. Die Gemeinde beteiligt sich an den Kosten.Foto: Manuela Rapp
Bei den Wortmeldungen aus der Einwohnerschaft ging es unter anderem darum, ob es eine Übergangslösung für Fußgänger auf dem Rundweg um den Oberrieder Weiher gebe. Verursacht durch das Hochwasser besteht eine etwa 30 Meter lange Lücke, die momentan nicht zu überqueren ist. „Wir sind bemüht, dass es zeitnah geschieht“, erklärte Gabriele Wohlhöfler. Angesprochen wurde auch die Standortproblematik des geplanten Feuerwehrhauses auf dem Gelände des ehemaligen, beim Hochwasser überschwemmten Wertstoffhofs. Ein Bürger merkte an, darüber alle relevanten Stellen zu Rate zu ziehen. Seine Befürchtung: „Dass nicht auch das Feuerwehrhaus unter Wasser gesetzt wird.“ Über das Zurückschneiden der Stauden am Ortsrand, auch das eine Frage, meinte die Bürgermeisterin: „Sie sind auf Stock gesetzt, damit sie von unten frisch treiben.“ Die Sträucher, so der Fragesteller, würden den Lärm vom Gewerbegebiet abmildern. Und noch eine schöne Nachricht: Mit Wasser aus dem Froschgraben wird heuer wieder der (trockene) Brunnen am Dorfplatz in Breitenthal gespeist, antwortete Bürgermeisterin Gabriele Wohlhöfler auf eine weitere Anfrage.
Am Ortsrand von Breitenthal wurden Stauden auf Stock geschnitten, damit sie laut Bürgermeisterin Gabriele Wohlhöfler von unten her frisch treiben können.Foto: Manuela Rapp
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