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Haushalt 2026 in Breitenthal: 5,11 Millionen Euro für Schule, Wasser und Infrastruktur

Breitenthal

Breitenthal stellt seinen Haushalt 2026 auf: Geld für Schule, Wasser und Straßen

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    Eine der Investitionen der Gemeinde Breitenthal wird die Sanierung der Bergstraße in Nattenhausen sein.
    Eine der Investitionen der Gemeinde Breitenthal wird die Sanierung der Bergstraße in Nattenhausen sein. Foto: Manuela Rapp

    „Wir haben die erforderlichen Investitionen berücksichtigen können“, kommentiert Breitenthals Bürgermeisterin Gabriele Wohlhöfler den diesjährigen rund 5,11-Millionen-Euro-Haushalt der Kommune. Die Ortschefin spricht von einem Zahlenwerk mit Augenmaß, „sodass wir handlungsfähig sind“. Dazu gab es das einstimmige Votum des Gemeinderats. Jedenfalls plant die 1255-Einwohner-Gemeinde (Stand 2024) wieder einiges. Wie zum Beispiel die Sanierung der Bergstraße in Nattenhausen. Dafür hat VG-Kämmerin Barbara Fetschele 100.000 Euro in den Etat eingestellt. Mit der gleichen Summe kalkuliert sie, was die Planungen für das neue Feuerwehrhaus anbelangt. Die Gemeinde sucht gerade nach einem anderweitigen Standort, nachdem sie das Vorhaben auf dem ursprünglich vorgesehenen Areal zwischen Bauhof und Vereinsheim nicht mehr weiterverfolgt.

    Breitenthal investiert in die Mittelschule Krumbach

    Ein „dicker Brocken“ ist der Investitionszuschuss der Kommune für die Sanierung der Mittelschule Krumbach: Dafür stehen 570.000 Euro bereit. Und dann ist da noch die aus dem Jahr 1975 stammende Wasserversorgung, für deren Erneuerung heuer eine halbe Million Euro eingeplant ist. „Wir haben eine Kamerabefahrung machen lassen“, erläutert dazu Gabriele Wohlhöfler. Denn: Die Wasserversorgung müsse alle 20 Jahre auf den Prüfstand. Breitenthal wolle investieren, damit sie weiterhin Bestand habe. Dazu soll nun zeitnah ein Ingenieurbüro beauftragt werden. „Wir haben einen guten Zeitverlauf“, so die Bürgermeisterin. Die Genehmigung laufe erst 2029 ab.

    Was die Einnahmen anbelangt, setzt Barbara Fetschele die Erlöse, die aus dem Verkauf von Grundstücken und aus Beiträgen fließen sollen, auf rund 784.000 Euro an. Vom Sondervermögen der Bundesregierung für Infrastrukturmaßnahmen werden rund 170.000 Euro aufs Breitenthaler Konto überwiesen. „Diese Investitionspauschale bekommen alle Gemeinden“, erklärt Barbara Fetschele. Ihr Verwendungszweck sei in einem Maßnahmenkatalog festgelegt. Nicht gestattet seien dabei etwa Wasser- oder Kanalprojekte. Nach den Worten von Gabriele Wohlhöfler soll der Betrag für die Sanierung der Mittelschule fließen.

    Wasserversorgung und Feuerwehrhaus als zentrale Projekte im Haushalt

    All diese Vorhaben sind im Vermögenshaushalt (er umfasst alle Ausgaben und Einnahmen, die das Vermögen einer Gemeinde mindern oder erhöhen) verbucht, der in diesem Jahr summa summarum rund 2,07 Millionen Euro aufweist. „Um all diese Investitionen tätigen zu können, müssen der Rücklage 231.300 Euro entnommen werden“, erläutert die Kämmerin dazu in ihrem Vorbericht zum Haushalt. Diese werde zum Ende des Haushaltsjahres dann noch einen Stand von rund 300.000 Euro aufweisen, rechnet Barbara Fetschele.

    Zu den wichtigsten kommunalen Einnahmequellen zählen auch 2026 wieder die Grundsteuer mit 188.000 Euro, Schlüsselzuweisungen mit rund 4.670.000 Euro (ein Minus von rund 23.500 Euro im Vergleich zum Vorjahr) sowie die Gewerbesteuer mit 320.000 Euro. Dabei geht die Kämmerin von 10.000 Euro weniger als 2025 aus, wohingegen die Einkommensteuerbeteiligung mit rund 1,02 Millionen Euro um 37.000 Euro steigt. Verbucht werden diese Posten im Verwaltungshaushalt (er wird teilweise als das „Girokonto“ einer Gemeinde bezeichnet), der heuer ein Volumen von rund 3,05 Millionen Euro hat.

    Kreisumlage belastet Kommunalfinanzen spürbar

    Auf der Ausgabenseite steht vor allem eine Position, die im Gremium für Gesprächsstoff sorgte: die Kreisumlage. Sie erhöht sich voraussichtlich um rund 94.000 Euro auf 54,4 Punkte, konkret auf rund 880.000 Euro. „Wir behalten eigentlich 45 Prozent der Einnahmen, rund 54 Prozent gehen an den Kreis“, resümierte Gabriele Wohlhöfler. Davon müsse die Gemeinde alle Investitionen und Pflichtaufgaben bezahlen.

    Andererseits, relativierte sie, investiere der Kreis ebenfalls massiv, denn auch er habe viele Pflichtaufgaben zu erledigen wie beispielsweise die weiterführenden Schulen, die Jugendhilfe oder den Straßen- und Radwegebau. Außerdem: „Der Landkreis gibt nicht die volle Bezirksumlage, die er leisten muss, an die Gemeinden weiter“, so die Ortschefin. Der Grund: „Damit die Kommunen handlungsfähig bleiben.“ Dass die übergeordnete Politik, die die Pflichtaufgaben vorgebe, tätig werden müsse, darin war sich der Gemeinderat einig.

    „Die Zuführung von 412.000 Euro vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt ist heuer richtig gut“, urteilt Kämmerin Barbara Fetschele. Den Schuldenstand der Gemeinde summierte sie zum Jahresende 2025 auf rund 523.700 Euro, das macht eine Pro-Kopf-Verschuldung von rund 417 Euro.

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