Krumbachs Einwohnerzahl: Der Statistische Jahresbericht der Stadt gibt sie zum 31. Dezember 2022 mit exakt 14.000 an. Einige Tage zuvor lag Krumbach gar bei 14.006 Einwohnern. Deutlich zeichnet sich ab, dass die Zahl wohl dauerhaft über 14.000 liegen dürfte und gar die 15.000er-Marke irgendwann in Sichtweite kommen könnte. Der Zuwachs spiegelt sich auch in anderen aktuellen Zahlen wider. So gab es in Krumbach beispielsweise auch mehr Personalausweis-Neuausstellungen als im Vorjahr (2230 gegenüber 1827). Damit liegt Krumbach im Trend von Städten mit vergleichbarer Größe.
Die Stadt hat vor Kurzem ihren statistischen Jahresbericht für das abgelaufene Jahr 2022 vorgelegt, in dem bemerkenswerte Informationen zur Bevölkerungsentwicklung in Krumbach zu finden sind (wir berichteten). Das Bayerische Landesamt für Statistik hat bekanntlich vor einigen Monaten bis zum Jahr 2040 für den Landkreis Günzburg vor allem für die Städte Krumbach und Burgau einen deutlichen Einwohnerzuwachs von über fünf Prozent prognostiziert. Nach Mitteilung des Landesamts könnten es in Krumbach 14.500 Einwohner im Jahr 2033 sein. Bürgermeister Hubert Fischer hat wiederholt betont, dass er es für denkbar halte, dass sich Krumbach trotz des bisweilen schwierigen Wohnungs- und Grundstücksmarktes in Richtung 15.000 Einwohner entwickeln könnte.
Weltkrieg war für Bevölkerungsentwicklung Krumbachs ein markanter Einschnitt
Wie bereits mehrfach geschildert, wurde die Krumbacher Einwohnerzahl wie in vielen anderen Orten Bayerns durch zwei markante Einschnitte geprägt. Da ist zunächst als Folge des Zweiten Weltkrieges die Ankunft von vielen Heimatvertriebenen. Ein weiterer Einschnitt war die Gebietsreform in den 1970er Jahren. In der Statistik schlagen sich die Folgen des Krieges markant nieder. 1939 gab es in Krumbach noch 3750 Einwohner. Nach dem Ende des Krieges, im Jahr 1946, waren es nach der Ankunft zahlreicher Vertriebener bereits rund 5800 Einwohner.
1972 entstand aus den beiden Altkreisen Krumbach und Günzburg der heutige Landkreis Günzburg. Die Stadt Krumbach verlor ihren Status als Kreisstadt, wurde aber durch etliche Eingemeindungen größer. Ab 1972 kamen (in dieser Reihenfolge) die Orte Hohenraunau, Billenhausen, Edenhausen, Attenhausen und Niederraunau dazu. 1971 hatte Krumbach noch 9401 Einwohner, 1978 waren es 11.836.
Die für Krumbach bedeutende 12.000er-Marke wurde erstmals im Jahr 1991 überschritten. Ein vorläufiger Höchststand war im Jahr 2005 mit 12.850 Einwohnern erreicht worden. Danach war die Zahl bis 2012 (12.512) leicht rückläufig.
Dann folgte eine von vielen nicht erwartete Trendwende. 2015 wurde die 13.000er-Marke überschritten. Ende 2020 waren es 13.778 Einwohner, Ende 2021 13.801 Einwohner, nun gibt die Stadt die Zahl für Ende 2022 mit genau 14.000 Einwohnern an. Krumbach profitiert offenbar weiter von der Tatsache, dass immer wieder Menschen die teuren größeren Städte verlassen und aufs Land ziehen.
Bemerkenswert ist ein Blick in die Altersstruktur der Bevölkerung in Krumbach und seinen Ortsteilen. Demnach gehören zum 31. Dezember 2022 3942 Einwohnerinnen und Einwohner der Altersgruppe zwischen 45 und 64 Jahren an. Es ist die zahlenmäßig stärkste Gruppe, gefolgt von der Gruppe zwischen 25 und 44 Jahren (3561 Einwohner).
Warum Krumbach als "Schulstadt" bezeichnet wird
Die Zahl der ausländischen Mitbürgerinnen und -bürger lag Ende 2022 bei 2593. Ein Jahr zuvor waren es 2471. Krumbach wird oft als "Schulstadt" bezeichnet. Zum Jahreswechsel 2022 besuchten 3548 Schülerinnen und Schüler die Schulen in Krumbach. Ende 2021 waren es 3543. Zum Vergleich: 2013 lag die Zahl bei 3774. Die Grundschule beispielsweise wurde Ende 2022 von 442 Schülerinnen und Schülern besucht. Ein Jahr zuvor waren es 421 Schülerinnen und Schüler, 2013 396. Auch diese Zahlen deuten an, warum die Grundschule modernisiert und erweitert wird. In der Schule sollen zusätzliche Klassenzimmer eingerichtet werden. Angepeilt werden 20 Klassen mit je 25 Schulkindern. Die bisher vierzugige Grundschule soll zu einer fünfzugigen Schule erweitert werden. Rund 500 Kinder sollen künftig untergebracht werden. Abgeschlossen werden soll das Projekt voraussichtlich 2024, die Stadt hat insgesamt rund fünf Millionen Euro eingeplant.
Eine wichtige Einrichtung für Krumbach ist das Heilbad Krumbad. Dort ging die Zahl der Übernachtungen von 18.232 im Jahr 2020 auf 16.253 im Jahr 2021 zurück. Hier machte sich der Einschnitt der Corona-Krise geradezu heftig bemerkbar. 2022 gab es bei den Übernachtungszahlen aber einen bemerkenswerten Aufschwung. Die Zahl der Übernachtungen im Krumbad lag 2022 bei 25.064 - ein Wert "wie in alten Zeiten". Das Krumbad, dessen Ursprünge bis ins 14. Jahrhundert zurückreichen, gilt als das älteste Heilbad Schwabens.
Interessant ist ein Blick auf die Glaubenszugehörigkeit der Krumbacherinnen und Krumbacher. 7619 waren zum 31. Dezember 2022 römisch-katholisch. Ein Jahr zuvor waren es noch 7741. 1029 sind evangelisch (Vorjahr 1049), Eine Steigerung gibt es bei allen weiteren Religionsgemeinschaften, die in der Statistik mit den Konfessionslosen zusammengefasst sind: Hier sind es 5352 (im Vorjahr waren es 5011). Mittelschwaben galt lange bekanntlich als sehr stark katholisch geprägt, im Bereich der Religionszugehörigkeit zeichnen sich auch in Mittelschwaben deutliche Veränderungen ab.