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Krumbach: Welches Finanzierungsproblem Krumbach in den kommenden Jahren hat

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Welches Finanzierungsproblem Krumbach in den kommenden Jahren hat

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    Die Krumbacher Mittelschule soll saniert werden. 26 Millionen Euro wird das Projekt möglicherweise kosten.
    Die Krumbacher Mittelschule soll saniert werden. 26 Millionen Euro wird das Projekt möglicherweise kosten. Foto: Manfred Keller (Archivbild)

    „Das Problem ist nicht das Jahr 2023, sondern die Finanzierung wichtiger Projekte in den nächsten Jahren“, betonte Bürgermeister Hubert Fischer bei der ersten Lesung zum diesjährigen Haushalt der Stadt Krumbach. Der Rathauschef meinte damit die Sanierung der Mittelschule mit 26 Millionen Euro und den Neubau des Sportzentrums mit Sporthalle, Schwimmhalle und Tagesheim in Höhe von 42 Millionen Euro.

    Fraktionsübergreifend erhielt Kämmerer Hubert Bühler ein großes Lob für die Vorstellung des Zahlenwerks. Bühler sprach von einem Arbeitspapier für die Stadträte, betonte aber, dass nicht alle im Investitionsplan aufgeführten Projekte gleichzeitig angegangen werden können. Jetzt müssen die Stadträte in sich gehen. Ob sie dies fraktionsübergreifend bis Ende März machen, blieb am Ende offen. Karl Liedel (CSU) regte es an und Maximilian Behrends (JW-OL) signalisierte, dass seine Fraktion dabei ist. Auch die Faktion von Michael Thalhofer (Grüne) macht mit. Christian Plail (UFWG) hielt dies nicht für erforderlich. „Wir brauchen keine Nebensitzungen“, so Pail. Diese Meinung teilte Peter Tschochohei (SPD). „Haushaltssitzungen sind öffentlich zu diskutieren“, sagte er. 

    Wann der Krumbacher Haushalt verabschiedet werden soll

    Bürgermeister Hubert Fischer will auf jeden Fall den Haushalt Ende März verabschieden. Doch wofür will die Stadt heuer Mittel einsetzen? Das Investitionsprogramm sieht zahlreiche Projekte vor. Die Feuerwehr soll zwei neue Fahrzeuge für insgesamt 1,32 Millionen Euro erhalten. Die Erweiterung der Grundschule schlägt mit 2,3 Millionen Euro zu Buche. Für den Neubau des Katholischen Kinderhortes sind zwei Millionen Euro enthalten. Für Sanierung und Ausbau von Wegen und Brücken sowie für die Erschließung von Baugebieten sind insgesamt 1,36 Millionen Euro eingeplant. Diverse Maßnahmen an den städtischen Friedhöfen verschlingen rund 330.000 Euro. Für die Verbesserung des Breitbandes will die Stadt 2,5 Millionen Euro ausgeben und für das Projekt „Soziale Stadt“ stehen 355.000 Euro parat. 

    So könnte der neue Kinderhort in Krumbach aussehen. Der neue Hort ist ein wichtiges Projekt für 2023.
    So könnte der neue Kinderhort in Krumbach aussehen. Der neue Hort ist ein wichtiges Projekt für 2023. Foto: Architekturbüro Büchele

    Bei den genannten Haushaltspositionen handelt es sich ausschließlich um relevante Mittel für 2023, teilweise sind auch Zuschüsse zu erwarten. Das ein oder andere wird wohl noch gestrichen werden. Der Kämmerer ging zudem auf die beiden Großprojekte ein. Für die Sanierung der Mittelschule stehen 26 Millionen Euro im Raum. Bei der Stadt verbleiben rund 7,5 Millionen Euro, auf den Markt Neuburg und die Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Krumbach fallen 5,5 Millionen. Für den Rest sind Fördergelder zu erwarten.

    2,6 Millionen Euro stehen 2023 für das Sportzentrum bereit

    Im Haushalt hat der Kämmerer hierfür zunächst nur Planungskosten von 200.000 Euro vorgesehen. Beim Sportzentrum spricht der Haushaltschef von 42 Millionen Euro. 2,6 Millionen stehen heuer für das Projekt im 350 Seiten umfassenden Zahlenwerk. Am Ende verbleiben bei der Stadt nach derzeitigen Sachstand 16 Millionen Euro, 13 Millionen Euro soll der Landkreis mitfinanzieren und 5,6 Millionen Euro fallen auf die umliegenden Gemeinden. Stadtrat Christian Plail hob die Notwendigkeit eines Schwimmbades hervor. Er sei überrascht, dass das Schwimmbecken beim Gymnasium sehr gut frequentiert werde. Die Weichenstellungen für das Sportzentrum sollen heuer fallen. Bürgermeister Hubert Fischer wird teilweise bei den Gemeinden vorsprechen.

    Statistisch gesehen fallen knapp 50 Prozent der investiven Maßnahmen im Haushalt 2023 auf Hochbauprojekte und 12 Prozent werden im Tiefbau eingesetzt. Die vorgesehen Projekte werden zu 43 Prozent über Kredite finanziert. Aus den laufenden Einnahmen und Ausgaben (Verwaltungshaushalt) ergibt sich ein Überschuss von rund 870.000 Euro. Mit diesem Überschuss, einer Darlehensaufnahme von sieben Millionen Euro und diversen Zuschüssen will der Kämmerer die investiven Projekte finanzieren. 

    Der Schuldenstand der Stadt Krumbach einschließlich der Stadtwerke belief sich zum Jahreswechsel auf rund 19,7 Millionen Euro, dem stehen Rücklagen von 3,1 Millionen Euro gegenüber. An Steuereinnahmen erwartet Bühler 2023 rund 22 Millionen Euro, darin enthalten ist die Gewerbesteuer mit 5,2 Millionen Euro. Prozentual betrachtet sind die Einkommensteuer mit 40 Prozent und die Gewerbesteuer mit 23 Prozent die bedeutendsten Einnahmen der Kammelstadt. Allein an den Landkreis Günzburg muss die Stadt Krumbach fast acht Millionen Euro an Kreisumlage überweisen. Für die soziale Sicherung, dazu gehören unter anderem die Kindertagesstätten, der Kinderhort und der Jugendpfleger verbleiben bei der Stadt nach Abzug der Einnahmen rund 3,5 Millionen Euro. 

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