Auf Heldenreise gehen, welches Kind möchte das nicht gern. Unbekannte Welten entdecken, Forscher oder Astronaut werden... Gerade erst sind Astronauten von einer echten Mondmission zurück auf der Erde in einer Kapsel im Meer gelandet, da ist es nicht weit in die Kinderromangeschichte von Gwendolin und Levi, denen Ähnliches passiert. Sie landen mit ihrer Kapsel, begleitet von zwei Erwachsenen, in einem purpurfarbenen Wasser - nicht auf der Erde, sondern auf Erde 13, einem anderen Planeten, den sie mit weiteren Menschen besiedeln sollen. Der Krumbacher Autor Andreas Langer hat das Buch bei Ueberreuter herausgebracht und schickt Leserinnen und Leser mit den beiden Hauptfiguren auf eine spannende Reise ins Ungewisse. Bereits seit etwa zwei Monaten ist es auf dem Markt.
An der Raumfähre der Kinderbuchhelden gibt es Probleme mit den Hitzeschutz-Kacheln
Der Science-Fiction-Roman enthält Gedanken einer durch Klimawandel vergehenden Erde, die überbevölkert ist und ihre Bewohner nicht mehr ausreichend ernähren kann. Andere bewohnbare Orte im Weltall müssen für die Menschheit gefunden werden. Auch wenn die heutige Forschung noch Lichtjahre davon entfernt ist, solch einen Ort im All auszumachen, so ist das Träumen davon doch absolut erlaubt. Welche Fantasiewelten sich da auftun können - unendlich sind die Möglichkeiten. In eine dieser Möglichkeiten werden die Hauptfiguren der gut 250 Seiten langen Geschichte katapultiert. Allerlei Technik-Schnickschnack haben sie an Ausrüstung dabei. Nicht alles funktioniert wie gedacht, und fantasievoll und klug müssen die beiden Kinder Gwen und Levi auf all das Neue und die Herausforderungen reagieren. Da ihre Raumfähre, auf der sie 92 Jahre im Kälteschlaf verbracht haben, Probleme bei der Landung hatte, sind die Expeditionsteilnehmer in verschiedenen Gebieten des neuen Planeten heruntergekommen. Es warten riesige Herausforderungen auf die zwei Elfjährigen (ja, auch nach dem Kälteschlaf sind es noch Kinder, wie vorher auf der echten Erde), die dadurch Freundschaft schließen.
Wie könnten Pflanzen und Tiere in einer anderen Welt wohl aussehen?
Wie einst Alexander von Humboldt Anfang des 19. Jahrhunderts auf seinen Reisen Pflanzen- und Tierwelt erforschte, tun es nun Gwen und Levi auf ihrem Weg durchs Unbekannte. Und wie er möchten sie die Wesen zeichnen und in einem Heft als Sammlung zusammentragen. Detailreich werden Pflanzen und Tiere beschrieben, veranschaulicht durch Illustrationen der Augsburgerin Alina Brost. Doch durch sparsames Illustrieren ist auch noch viel eigenes Kopfkino zum Kosmos auf Erde 13 möglich.
Die Kinder versuchen, weitere Expeditionsteilnehmer zu finden. Erst am Schluss des Buches treffen sie auf welche. Die in den 19 Kapiteln erzeugte Spannung animiert zum Immer-weiter-Lesen und am Ende will man eigentlich sogleich eine Fortsetzung lesend verschlingen. Doch keine Sorge, da naht Abhilfe. Bereits im Sommer möchte Andreas Langer den Auftaktroman fortsetzen. Als Erscheinungstermin ist die zweite Augustwoche vom Verlag Ueberreuter geplant. Zurzeit gibt es bereits ein Cover und das Buch wird bereits lektoriert und ist vorbestellbar. Wie viele Bände die Reihe haben wird, das verrät der Kinderbuchautor noch nicht. „In meinem Kopf sind es eigentlich mindestens vier“, sagt der 45-Jährige. „Erde 13 - Aufbruch ins Ungewisse“ ist Langers siebtes Buch. „Schneekinder“ verhalf dem gelernten PR-Journalisten 2024 zur Auszeichnung mit dem Kranichsteiner Kinder- und Jugendliteratur-Stipendium, welches den Auftaktband zur Erde 13-Reihe mitfinanzierte.
Seine Geschichten testet der Vater von drei Kindern gern beim Vorlesen. Die Sprache des Buches ist für Kinder ab zehn Jahren absolut angemessen. Durch die Thematik dürften sich viele Gesprächsanlässe mit Eltern oder anderen Erwachsenen über die Zukunft unserer Erde ergeben. Zum Welttag des Buches am 23. April liest Langer aus „Erde 13“ übrigens an der Anton-Rauch-Realschule in Wertingen vor.
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