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SPD Krumbach: 19-jähriger Markus Schüller folgt auf Achim Fißl als Ortsvorsitzender

Krumbach

Generationenwechsel bei der SPD in Krumbach: 19-Jähriger wird Achim Fißls Nachfolger

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    Markus Schüller (vorne, weißes Hemd) übernimmt den Vorsitz der Krumbacher SPD und folgt damit auf den langjährigen Ortsvorsitzenden Achim Fißl (links daneben).
    Markus Schüller (vorne, weißes Hemd) übernimmt den Vorsitz der Krumbacher SPD und folgt damit auf den langjährigen Ortsvorsitzenden Achim Fißl (links daneben). Foto: Lukas Eberhard

    Achim Fißl setzt sich seit Jahrzehnten in der heimischen Kommunalpolitik ein. Neben seinem Engagement für die Krumbacher SPD ist er auch Stadtrat, Kreisrat sowie Vorsitzender der Sozialdemokraten im Landkreis Günzburg. Kürzlich vollzog sich im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Krumbacher SPD eine bedeutende Stabsübergabe: Fißl, der bereits 2008 den Ortsvorsitz übernommen hatte, schlug den 19-jährigen Markus Schüller als seinen Nachfolger vor und schuf damit bewusst Raum für eine jüngere Generation, wie es in einer Pressemitteilung der Krumbacher SPD heißt. Fißl war im Frühjahr als Bürgermeisterkandidat der SPD in Krumbach angetreten. Im ersten Wahlgang kam er auf 7,3 Prozent der Stimmen und belegte damit hinter Florian Kaida (CSU), Maximilian Behrends (JW/OL) und Claudia Lachenmayer (Grüne) den vierten Platz.

    Ein Teenager übernimmt den Vorsitz der Krumbacher SPD

    Seit über drei Jahren ist Schüller Vorsitzender der SPD-Jugendorganisation, gehört der SPD-Kreisvorstandschaft an, ist zudem Vorsitzender des örtlichen Jugendzentrums und wirkt darüber hinaus als Vorstandsmitglied in weiteren lokalen Vereinen und Institutionen mit. Schüller positioniere sich inhaltlich klar hinter der bisherigen Stadtratsarbeit und dem gemeinsam ausgearbeiteten Kommunalwahlprogramm der SPD, heißt es in Mitteilung weiter. Künftig möchte er die politische Agenda der SPD jedoch noch stärker auf konkrete Zukunfts- und Alltagsthemen zuschneiden – und weg von „aus Berlin importierten Scheindebatten und Streitigkeiten“, die die Probleme der Bürger vor Ort nicht lösten. Stattdessen sollten Themen wie bezahlbares Wohnen, die Sicherung der lokalen Daseinsvorsorge, bessere ÖPNV-Anbindungen sowie die Unterstützung von Jugendlichen, Erkrankten, Familien und Senioren im Mittelpunkt stehen. Auch die Interessen des Mittelstands und der Arbeiterschaft sowie Fragen rund um Kinderbetreuung und zunehmende Extremwetterereignisse wolle er stärker in den Fokus rücken.

    Eine bürgernahe und zeitgemäße Ansprache sowie eine stärkere öffentliche Wahrnehmung der politischen Arbeit seien entscheidend. Dafür hat der neu gewählte stellvertretende Vorsitzende Michael Tews unter Einbezug von Ideen des Ortsvereins und Inspirationen Schüllers ein rund 20 Seiten umfassendes Strategiepapier für die Krumbacher SPD mit konkreten operativen Maßnahmen ausgearbeitet.

    Markus Schüller setzt nach eigenen Angaben auf Alltagsthemen und Bürgernähe

    Schüller setze auf einen sachorientierten Austausch und schließe die Zusammenarbeit mit anderen politischen Kräften ausdrücklich ein – sofern dies den Interessen der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger dient. Zudem freue er sich besonders über viele gewonnene junge Neumitglieder, die er bestmöglich fördern, in die Parteiarbeit eingliedern und ihnen eine Plattform bieten wolle. Der 19-Jährige werde die nächsten Monate bis zum Beginn seines Studiums der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Augsburg nutzen, um sich hinsichtlich seiner ehrenamtlichen Tätigkeiten, seiner Einbringung in die Krumbacher Stadtratsarbeit sowie der Verwirklichung neuer Ideen und politischer Projekte neu aufzustellen.

    Am Ende der Veranstaltung dankte der neu gewählte Ortsvorsitzende Markus Schüller allen Mitwirkenden des Ortsvereins und honorierte deren unermüdliche Tatkraft durch persönliche Worte und rote Rosen – dem Symbol der SPD-Jugendorganisation. Besonders hob er die Arbeit von Peter Tschochohei hervor, der als Stadtrat mit seiner Verwurzelung zur AWO, dem DGB sowie dem Krumbacher Krankenhaus, aber auch durch zahlreiche ehrenamtliche Vorstandsposten und seine Präsenz auf vielen Veranstaltungen im Stadtgebiet für die Partei „ungeheuer wichtig" sei.

    Markus Schüller bedankt sich „für das große Vertrauen“

    Danach sprachen mehrere Laudatoren über das politische Wirken von Achim Fißl: Dazu gehörten Sebastian Kaida, der DGB-Kreisvorsitzende Werner Gloning, der SPD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag und Zweite Bürgermeister Gerd Olbrich sowie Stadtratskollege Peter Tschochohei. Abschließend dankte Markus Schüller für „das große Vertrauen und den enormen Rückhalt“. Wertvoll seien für ihn fortwährende Kritik und Ratschläge von renommierten politischen Akteuren wie Christoph Helmes oder Hermann Mayer.

    Die neue Vorstandschaft setzt sich zusammen aus dem Vorsitzenden Markus Schüller, den stellvertretenden Vorsitzenden Achim Fißl und Michael Tews, der Kassiererin Andrea Osteried, dem Schriftführer Christian Müller sowie den Beisitzern Peter Gänsheimer, Chuck Sadlo, Elias Relovsky, Alexander Landthaler und Martin Streicher. (AZ)

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