Der FC Ebershausen spielt auch in der kommenden Saison in der Fußball-Kreisklasse. Das Team aus dem Landkreissüden unterlag im Relegationsspiel zur Kreisliga der SSV Glött mit 1:2. Das Ende der Begegnung war extrem dramatisch. Die Partie wurde erst um 18.40 Uhr angepfiffen. Zum angesetzten Zeitpunkt um 18.30 Uhr hatten sich vor den Kassen auf dem Ettenbeurer Sportgelände noch lange Schlangen gebildet. „Das ist richtig geil, dass so viele Zuschauerinnen und Zuschauer dieses Spiel sehen möchten“, freute sich Kreisspielleiter Fatih Kayan. Bei bestem Fußballwetter hatten sich 1214 zahlende Fußballfans eingefunden.
Fußball: Kurioser Führungstreffer bringt Ebershausen auf Kurs
In der Anfangsphase waren die Glötter das Team mit den größeren Spielanteilen. Allerdings gab es weder hüben noch drüben gute Gelegenheiten. Erst nach einer halben Stunde näherten sich die Ebershauser erstmals dem Glötter Gehäuse an. Der Schuss von Pierre Jäger rauschte knapp am Kasten vorbei. In der 34. Minute ging der Kreisklassist dann in Führung. Und dieser Treffer war extrem kurios. Torschütze war Johannes Vogt. Der FCE-Akteur brachte eine Ecke vor den Kasten, SSV-Keeper Dominik Trenker und einer seiner Verteidiger waren sich uneinig. Der Ball ging schließlich durch die Beine Trenkers hindurch ins Tor (33.). Kurz vor dem Pausenpfiff des gut leitenden Schiedsrichters Steffen Brenner hatte Glötts Jonas Stutzmüller eine gute Einschussgelegenheit. Doch der Abschluss des völlig freistehenden Angreifers war zu ungenau, und FCE-Keeper Thomas Vogt konnte sicher parieren.
Direkt nach dem Seitenwechsel hatten die Glötter drei Ecken in Folge. Doch keiner dieser Standards sorgte für Gefahr vor dem Ebershauser Tor. In der 62. Minute gab es dann eine prekäre Situation für den FCE. Ben Seybold hatte den Ball in den Strafraum gespielt, das Spielgerät landete ohne weiteren Kontakt am Pfosten. Schlussmann Vogt konnte den Abpraller dann sicher halten. In der 67. Minute hielten alle, die es mit dem FC Ebershausen halten, den Atem an. Nach einem Schuss von Pius Galgenmüller parierte Vogt in toller Manier. Der Ball kam zu Glötts Felix Kastner, der es aber nicht schaffte, den Ball aus rund fünf Metern im Tor unterzubringen. Sein Abschluss landete an der Latte.
„Wenn man solche Chancen nicht macht und dann auch noch das Pech mit Pfosten- und Lattenschuss dazukommt, verliert man so ein Spiel“, unkte ein Zuschauer nach dieser Gelegenheit. Er sollte sich aber irren. Ab der 60. Minute konnten sich die Ebershauser dann nicht mehr befreien. Die in Grün-Weiß gekleideten Akteure schafften es nur noch selten über die Mittellinie. Der Druck auf den FCE-Kasten wurde immer größer.
Kreisliga-Relegation 2026: Glött erhöht den Druck und kommt spät zurück
In der 84. Minute war es dann so weit. Nach einer Ecke stand Florian Böck am langen Pfosten völlig blank und netzte aus kurzer Distanz per Kopf ein. Nur drei Zeigerumdrehungen später hatten die Lilien das Spiel dann gedreht. Mehmet Ali Taner hatte den Ball aus rund 23 Metern in den Strafraum gebracht. Das Spielgerät ging an Freund und Feind vorbei und schlug neben dem langen Pfosten ein. Jetzt war im Glötter Fanlager natürlich die Hölle los. Aber die Ebershauser Anhänger waren nur kurz geschockt und feuerten ihr Team weiterhin frenetisch an.
In der Nachspielzeit gab es dann noch eine extrem umstrittene Szene. Nach einem Freistoß der Ebershauser von der linken Seite lag der Ball nach einer unübersichtlichen Situation im Tor. Doch Schiedsrichter Brenner ließ den Treffer wegen einer Abseitsstellung nicht gelten. Nach dem darauffolgenden indirekten Freistoß pfiff der Unparteiische ab.
Umstrittene Szene in der Nachspielzeit
„Ich denke, wir haben das Spiel heute verdient gewonnen, wir haben immer daran geglaubt, dass wir das schaffen“, erklärte Glötts Trainer Bernd Lipp nach der Partie. Den Führungstreffer der Ebershauser hatte er seinen Auswechselspielern und Betreuern vorhergesagt: „Ich habe gesagt, die kommen einmal mit einem Standard vors Tor und der Ball ist drin.“ Lipp zollte dem Gegner allerhöchsten Respekt: „Wir mussten heute alles geben, um das Spiel zu gewinnen.“
Der Ebershauser Coach Christian Müller war nach der Partie natürlich niedergeschlagen. Als einen Grund für die Niederlage sah der Trainer die größere Körperlichkeit im Spiel der Glötter. „In der zweiten Halbzeit hatten wir einfach zu wenig Entlastung“, analysierte Müller nach der Partie. Außerdem entschieden häufig Kleinigkeiten solche Partien, und diese Kleinigkeiten hätten die Glötter besser gemacht. „Es ist natürlich schade, aber wir haben eine sehr gute Saison gespielt“, blickte Müller auf die abgelaufene Spielzeit und auch auf das Spiel gegen die Lilien zurück.
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