Stefan Herold ist vor seinen Auftritten nie nervös, wie er sagt. Auch nicht, als er vor ein paar Jahren bei den „Ninja-Warriors“ im Fernsehen aufgetreten ist. Er steht an diesem Sonntagnachmittag vor rund 200 Zuschauern in der Thannhausener Sporthalle und ist gleich im Halbfinale der Ninja-Bundesliga an der Reihe. Vom Moderator angekündigt wird der 37-Jährige als „Lokalmatador“, ohne dessen Einsatz das Event, hier in Thannhausen, nicht stattfinden würde. Herold reibt sich nochmal kurz die Hände, dann geht es los. Die Zuschauerinnen und Zuschauer feuern ihn an. Im ersten Abschnitt des Ninja-Parcours muss er über kleine Bälle balancieren, das gelingt problemlos. Danach schwingt er sich hängend – fast tarzanähnlich – von Stange zu Stange. Im Hintergrund tickt die Uhr, in diesem Parkouraufbau kommt es vor allem auf Geschwindigkeit an. Die Besten brauchen nicht mal zwei Minuten dafür. Herold baut noch einmal Schwung auf, denn er muss nun mit einer Stange nach vorn schwingen – und fällt.
Thannhausen
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