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Thannhausen: Bronze Medaillen bei Ping-Pong-Parkinson für Thannhauser Paar

Thannhausen

Bronze Medaillen bei Ping-Pong-Parkinson für Thannhauser Paar

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    Die Thannhauser Manuela Kania und Dietmar Einerhand haben erfolgreich beim German Open im Ping-Pong-Parkinson teilgenommen.
    Die Thannhauser Manuela Kania und Dietmar Einerhand haben erfolgreich beim German Open im Ping-Pong-Parkinson teilgenommen. Foto: Sammlung Kania

    "Das war ein Highlight für uns!", freut sich die Thannhauserin Manuela Kania über die erfolgreichen Tage beim German Open des Ping-Pong-Parkinson in Bad Homburg. Mit ihrem Mann Dietmar Einerhand hatte sie schon lange darauf hingefiebert und auch fleißig trainiert. Vom 26. bis zum 29. Mai war es dann endlich so weit: Das Paar - beide sind an Parkinson erkrankt - konnte seine Fähigkeiten im Tischtennis unter Beweis stellen. Kania und Einerhand traten beide in der mittleren Gruppe an. Sie erklärt, dass man je nach Schweregrad der Krankheit, Alter oder auch nach Beginn des Parkinsons in verschiedene Gruppen eingeteilt wird. So könne man die sportlichen Leistungen besser vergleichen.

    Stolz blickt Kania auf ihren Fortschritt beim Tischtennis zurück. "Für mich persönlich war es einfach toll, so weit zu kommen", sagt die 55-Jährige. Im letzten Jahr habe sie nur die "Trostrunde" erreicht und sei schon relativ früh ausgeschieden. "Meine Gegnerinnen waren teilweise einfach viel besser als ich und haben mich manchmal regelrecht abgeschossen", lacht sie. Nicht aber dieses Jahr: Kania kämpfte sich zweimal auf den 3. Platz der mittleren Gruppe, einmal im Einzel der Damen, einmal mit ihrem Mann Einerhand im Doppel Mix.

    Der Spielspaß ist wichtiger als Medaillen

    Kania freut sich über die Medaillen. "Am meisten geht es mir aber um den Spielspaß", sagt sie. Dabei war ihr besonderer Höhepunkt, als sie sich bei einem Spiel überraschend den Rückstand noch aufholte und das Spiel sogar gewinnen konnte. "Der Zuspruch meines Mannes hat mich motiviert", berichtet sie.

    Die Thannhauserin Manuela Kenia und ihr Partner Dietmar Einerhand sind beide  an Parkinson erkrankt. Ihr neues Hobby ist Tischtennis.
    Die Thannhauserin Manuela Kenia und ihr Partner Dietmar Einerhand sind beide an Parkinson erkrankt. Ihr neues Hobby ist Tischtennis. Foto: Sandra Haupt

    Auch beim Spiel harmonieren die beiden. "Wir kennen die Stärken und Schwächen des anderen", sagt die Thannhauserin. Damit stechen die beiden heraus. Laut Kania waren sie das einzige Paar, das nicht nur zusammen am Wettkampf teilnahm, sondern auch gemeinsam im Doppel Mix spielte. Trotzdem ist Kania das Einzel lieber. Sie erklärt lachend: "Da kann ich mich besser über meine eigenen Fehler ärgern."

    13 Nationen beim Wettkampf Ping-Pong-Parkinson

    Trotz der Unterstützung durch ihren Mann war die Thannhauserin zu Beginn des Wettkampfes nervös. "Man weiß ja nicht, wie die Gegner sind", berichtet sie. Diese Nervosität habe sich aber schnell gelegt. "Die Stimmung war super! Es hat einfach Spaß gemacht und man konnte neue Freundschaften schließen", freut sich Kania. Von den etwa 140 Spieler und Spielerinnen seien 13 Nationen vertreten gewesen. "Jeder hat zwar seinen Parkinson zu tragen, und trotzdem sind wir alle gleich", sagt die Thannhauserin.

    Kania und Einerhand haben beide mit Parkinson zu kämpfen. Sie bekam ihre Diagnose 2014, der 54-Jährige bereits 2009. Über eine Selbsthilfegruppe für Parkinsonerkrankte lernten sie sich kennen und entdeckten zusammen das Tischtennis für sich. Gemeinsam wollen sie zeigen, dass man auch mit Parkinson aktiv sein kann.

    Tischtennis könne sich sogar positiv auf die Krankheitssymptome auswirken. Kania erklärt, dass Tischtennis die Reaktion, die Konzentration und auch die Bewegung fördere. Kania berichtet: "Der Wettkampf war zwar unglaublich anstrengend für uns - aber positiv anstrengend."

    Training findet bei der TSG Thannhausen statt

    Um weiterhin im Tischtennis fit zu bleiben, sind Kania und Einerhand inzwischen auch im Tischtennistraining der TSG Thannhausen dabei. Seit August trainiert das Paar dort ein bis zweimal in der Woche. Mit zwei Weiteren nutzen sie das Angebot der TSG Thannhausen für Parkinsonerkrankte. "Wir üben zwar mehr für uns in der Halle, können uns bei Fragen aber immer an alle wenden", berichtet Kania. Der Verein und die Mitglieder seien sehr unterstützend und sie fühle sich wohl. "Alle stehen voll hinter uns", sagt sie. Sie und ihr Mann hoffen, dass bald Menschen mit Parkinson sich ermutigt fühlen, sportlich aktiv im Verein zu werden, wie in der TSG Thannhausen. "Tischtennis macht Spaß!", betont Kania.

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