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Windkraft in Aichen: Bürger protestieren gegen geplanten Windpark

Aichen

Windkraftdiskussion soll „keinen Riss in die Gemeinde bringen“

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    Über 60 Bürgerinnen und Bürger aus Aichen, Memmenhausen, Obergessertshausen, Ruhfelden und aus der benachbarten Region kamen in der jüngsten Gemeinderatssitzung in den Saal des Schützenheims, um sich über die Planungen des Windparks zu informieren.
    Über 60 Bürgerinnen und Bürger aus Aichen, Memmenhausen, Obergessertshausen, Ruhfelden und aus der benachbarten Region kamen in der jüngsten Gemeinderatssitzung in den Saal des Schützenheims, um sich über die Planungen des Windparks zu informieren. Foto: Josef Jäger

    Ganz im Fokus des geplanten Windparks stand die jüngste Gemeinderatssitzung in Aichen: Mehr als 60 interessierte Bürgerinnen und Bürger kamen ins Schützenheim nach Aichen, um sich über den aktuellen Stand der Planungen zu informieren: Bürgermeister Alois Kling und sein Stellvertreter Joachim Leitenmayer stellten die Pläne des Investors für die 37 Onshore-Windkraftanlagen im Zusamtal vor – wobei sechs Anlagen auf Aichener Flur vorgesehen sind. Bei dem geplanten Windkraftanlagetyp handelt es sich gegenwärtig um eine der größten bzw. höchsten Onshore-(Land)anlagen in Deutschland. Konkret soll die sogenannte Nabenhöhe bei 179 Metern liegen. Die drei Rotorblätter haben eine Einzellänge von 85,7 Meter. Somit erreichen die Anlagen eine Höhe von über 266,50 Meter. Für Ziemetshausen und Aichen wäre zu befürchten, dass es zu einer „Einkreisung“ kommen könnte. Nach einer Stunde Beratungen gab es einen einstimmigen Beschluss des Gemeinderates, das gemeindliche Einvernehmen im Rahmen der Behördenbeteiligung für die Erteilung von immissionsschutzrechtlichen Vorbescheiden zu versagen. Wie Bürgermeister Kling wissen ließ, ist dieses Projekt in Aichen und darüber hinaus ein „sehr emotionales Thema“. Es gehe an den Bürgerinnen und Bürgern nicht spurlos vorbei – bereits eine halbe Stunde vor der öffentlichen Sitzung waren im Schützenheim (die Sitzung wurde extra wegen des großen Interesses der Bevölkerung verlegt) schon fast alle Sitzplätze vergeben. Sehr verärgert und emotional äußerte sich Bürgermeister Kling über die Vorgehensweise, „wie still und leise“ die Voranfragen zum Bau der Anlagen beim Landratsamt eingereicht wurden.

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