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Pro-Kommentar: Sich unter Heizpilze setzen? Ja!

Pro-Kommentar

Sich unter Heizpilze setzen? Ja!

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    Heizpilze helfen Freiluft-Freunden über Corona-Durststrecken, meint unser Autor.
    Heizpilze helfen Freiluft-Freunden über Corona-Durststrecken, meint unser Autor. Foto: dpa, Montage: stock.adobe.com, lea

    Wer in den vergangenen Wochen in deutschen Städten unterwegs war, sah Ungeheuerliches. Auf Gehsteige, Plätze und sogar auf Straßen stellten Wirte Tische und Stühle. Die Freiluftgastronomie expandierte über Nacht und eroberte öffentlichen Raum – mit dem Segen der Stadtverwaltungen, die zumindest in dieser Genehmigungsfrage durch Corona plötzlich ganz locker wurden. Sogar dort, wo immer Parkplätze waren, durften nun Leute bei Wein und Bier, Burger und Bun Cha sitzen. Einladender Wildwuchs überall. Willkommen in der mediterranen FRD – Freiluft-Republik Deutschland.

    Draußensitzen ist die bessere Alternative

    Leider bleiben Sommer und Altweibersommer und goldener Herbst nicht ewig. Man braucht keine Söder-Tassen im Schrank, um zu wissen: Kälte naht, Winter is coming. Und dann? Rein in die Lokale und Restaurants? Auch das, klar. Aber das Draußensitzen ist, infektionsgeschehensmäßig betrachtet, die bessere Alternative – und zudem einladender für Leute, die (noch) fremdeln mit der in Verruf geratenen Indoor-Nähe. Wenn nun Heizpilze dazu beitragen können, die FRD zu stabilisieren und Gastronomen und Gästen ein wenig über Corona-Durststrecken zu helfen: her damit. Wo Wolldecken und Kissen allein nicht mehr genügen, sind Heizpilze ganz taugliche Begleiter – egal, ob nun mit Gas oder Strom betrieben.

    Stattdessen lieber einen autofreien Sonntag?

    Klimaschädlich? Ach, ein paar wärmespendende Pilze werden sich auf die Klimabilanz kaum auswirken. Der Heizpilz ist eher ein leicht zu attackierendes Symbol für klimaschädlichen Lebensstil. Aber sind das Autos und glühende PCs im Homeoffice etwa nicht? Vielleicht ist ein Vorschlag der Berliner Grünen gar nicht so schlecht: Heizpilz-Emissionen durch einen autofreien Sonntag ausgleichen. Das wäre mal ein neuer Feiertag für die FRD.

    Lesen Sie dazu auch den Kontra-Kommentar von Doris Wegner.

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