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Ausgezeichnete Amphibie: Was den Lurch des Jahres so besonders macht

Glosse

Ausgezeichnete Amphibie: Was den „Lurch des Jahres“ so besonders macht

Veronika Lintner
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    Klein, schwarz, nachtaktiv: der Alpensalamander.
    Klein, schwarz, nachtaktiv: der Alpensalamander. Foto: Christine Geidel/Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern/dpa

    Wir gratulieren! Denn die Unken haben ja schon lange geunkt, und jetzt steht auch offiziell fest, wer den Preis gewonnen hat. Diesen hohen Titel, der einen König in der Tierwelt krönt. Der den Löwen von seinem Thron stößt. Diesen Preis, bei dem sich Anwärter aller Spezies fragen: Wie werde ich das eigentlich? Es ist der Titel ... „Lurch des Jahres“! Nein, dies ist keine Beleidigung aus dem Wortschatz zoologisch promovierter Deutschrapper („Du Lurch, du!“). Dieser Titel ist eine echte Auszeichnung für Amphibien, vergeben von der Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde. Und der Lurch des Jahres 2026 ist: der Alpensalamander.

    Der Alpensalamander ist ein Ausdauerwunder

    So ein Lurch ist kein Lappen: Schon kurz vor Morgengrauen, wenn die Murmeltiere noch murmeln, zischelt er über alle Berge. In den Alpen ist er zu Hause. Wo sich Wandersleute in Flipflops von der Bergwacht retten lassen, kraxelt dieser Lurch ohne Mühe über die Gipfel. Und so eine Alpensalamanderin erst, ein Ausdauerwunder! Hecheln Sie gerade im Geburtsvorbereitungskurs Ihre Lunge aus? Bedenken Sie: Alpensalamander sind bis zu vier Jahre lang trächtig. Ein Hochleistungstier, elegant obendrein, unter den Lurchtieren ist der Salamander das kleine Schwarze. Schwarz glänzt seine Haut, fast wie frischer Autolack.

    Der „Lurch des Jahres“ 2026 ist im Verkehr gefährdet

    Wobei wir an dieser Stelle um Vorsicht bitten: Der Landesbund für Vogel- und Naturschutz warnt, dass Alpensalamander oft auf Straßen überfahren werden. Seine Vorgänger im Amt wünschen dem Gewinnerlurch auch deshalb nur das Beste, senden Glückwünsche, von Würfelnatter bis Knoblauchkröte. Von einer Siegprämie für den „Lurch des Jahres“ ist dagegen nichts bekannt. Vielleicht ein paar ... Kröten?

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