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Das hätte der Nobelpreis sein sollen: So liest sich „Schattennummer“ Thomas Pynchon

Buchrezension

Das hätte der Nobelpreis sein sollen: So liest sich „Schattennummer“ Thomas Pynchon

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    Das hätte der Nobelpreis sein sollen: So liest sich „Schattennummer“ Thomas Pynchon sexueller Missbrauch sind rund 80 Prozent der Opfer Mädchen. (Symbolbild)
    Das hätte der Nobelpreis sein sollen: So liest sich „Schattennummer“ Thomas Pynchon sexueller Missbrauch sind rund 80 Prozent der Opfer Mädchen. (Symbolbild) Foto: Maurizio Gambarini/dpa(Symbolbild)

    In einem Roman wäre das vielleicht Kitsch, diese unsere Wirklichkeit aber hätte doch ab und an gerade solche Geschichten nötig. Nach einem langen Schriftstellerleben, das ihn gleich mit dem Debütroman zum internationalen Star machte und so in die Flucht aus aller Öffentlichkeit trieb, nach hochkomplexen Kultbüchern wie „Die Enden der Parabel“, aber auch Filmtauglichem wie dem Detektivspaß „Natürliche Mängel“ oder dem aktuell unter dem Titel „One Battle After Another“ fürs Kino adaptierten Gesellschaftsroman „Vineland“ … – nach mehr als 60 Jahren also als einer der bedeutendsten Autoren der Gegenwart und zugleich als Phantom in der Zeit des Starrummels: ein finaler Auftritt aus dem Schatten heraus für Thomas Pynchon auf die größte Bühne überhaupt. Also, ach ihr alten Schweden, hättet ihr dem Mann doch jetzt den Literaturnobelpreis gegeben!

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