So eine Scheidung verläuft selten harmonisch. Verkrachte Ehepaare wollen ja nicht nur den Partner oder die Partnerin loswerden, sondern müssen sich von Dingen trennen, die ihnen lieb sind. Auto, Ledercouch, Kleiderschrank, Kaffeegeschirr, über alles, was man sich gemeinsam angeschafft hat und worüber man sich mal einig war, wird gestritten. Zimmerpflanzen bergen Zündstoff. Du den Drachenbaum, ich die Korbmarante! Und die Stechpalme? Und wer bekommt eigentlich die Lassie-DVD-Sammlung? Wer das Idefix-Kissen? Alles verhandelbar.
Wie aber teilen, wenn die Situation tierisch verfahren ist? Die Ehepartner sich nur noch anbellen und streiten, wie Hund und Katz, so wie bei einem Scheidungskrieg in den USA. Im Zentrum des Gefechts: Tucker, ein fünfjähriger Goldendoodle. Der Hund blieb nach der Trennung beim Herrchen, aber das passte Frauchen nicht. Sie zog vor Gericht und gewann. Doch Herrchen wollte weiter mit Tucker Gassi gehen und legte Berufung ein.
Wie fühlt sich eigentlich der Hund in dem Streit?
Der Streit um den Hund spitzte sich zu, bis eine Richterin jetzt ein ungewöhnliches Urteil fällte: Die Verkrachten sollen in einer Auktion gegeneinander um den Goldendoodle bieten. Der oder die Höchstbietende bekommt den Hund, der oder die andere das Geld. Wenn da der Begriff sich hineinsteigern nicht eine ganz neue Bedeutung bekommt.
Aber hat dieses Urteil so viel Biss, dass nach der Versteigerung endlich Frieden einkehrt? Und wie fühlt sich eigentlich Tucker? Zu Herrchen oder zu Frauchen? Wenn es um die Wurst geht, dürfte ihm alles egal sein. Hauptsache das Leckerli schmeckt. Und ganz gleich, wie diese Trennung ausgeht und was aus Tucker wird: Das ist eine Scheidung mit Wau-Effekt.
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