Braucht es mehr als Mozart, um Mozart zu spielen? Braucht es mehr als seine Musik, damit sie heute berühren, bewegen und auferstehen kann? Das Staatstheater Augsburg lässt es auf ein Experiment ankommen: Mozarts Requiem ist dort nun als Tanztheaterstück zu erleben. Die Augsburger Philharmoniker spielen die Totenmesse von Wolfgang Amadeus, es singt der Chor des Hauses und dazu ein Solistenquartett - doch werden sie umkreist auf der Bühne, umgeben von Tänzer und Tänzerinnen. Das Fazit zur Uraufführung vorweg: Nein, Mozart braucht keinen Deut mehr als Mozart. Aber mit der Choreografie von Regisseur Peter Chu öffnen sich trotzdem neue Wege für das Publikum. Wege zu Mozart, die auch noch drei Schritte weiterführen - bis zur chinesischen Meditationskunst. Versöhnlich, tröstend, schöpferisch wirkt dieser Abend. Erstaunlich lebendig, dieses Requiem. Auch wenn es sich in Momenten sehr weit entfernt von der reinen Kraft der Musik.
Staatstheater Augsburg
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