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Ausstellung: Das Volkskunstwerk

Ausstellung

Das Volkskunstwerk

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    Bei der Ausstellungseröffnung von links: Pfarrer Johannes Huber, Helene Walterskirchen, Harro Graf von Luxburg, Bürgermeisterin Christl Weinmüller, Kirchenpfleger Hans-Jürgen Asemann.
    Bei der Ausstellungseröffnung von links: Pfarrer Johannes Huber, Helene Walterskirchen, Harro Graf von Luxburg, Bürgermeisterin Christl Weinmüller, Kirchenpfleger Hans-Jürgen Asemann. Foto: Foto: Romi Löbhard

    Holzhausen Die „Banderole für den Frieden“, das „Volkskunstwerk“, wie sie von Initiatorin Helene Walterskirchen bezeichnet wird, hat einen dauerhaften Ausstellungsplatz. Das mittlerweile über 700 Meter lange Banner, auf dem sich rund 1400 Menschen aus aller Welt verewigt haben, windet sich durch die Räume von Schloss Rudolfshausen in Holzhausen, wo ein Kulturzentrum entstehen und wachsen soll.

    Das im Besitz der Diözese Augsburg befindliche Schloss wurde in den letzten Monaten innen gründlich renoviert und ist jetzt an Helene Walterskirchen und „AdmaCUM e.V.“ vermietet (LT berichtete). Mit einem Festakt ist die Dauerausstellung „Friedensbanderole“ offiziell ihrer Bestimmung übergeben worden. Beim anschließenden Tag der offenen Tür konnte die Bevölkerung das Kunstwerk besichtigen und einen persönlichen Beitrag zur Verlängerung der bemalten Stoffbahn leisten.

    Roter Faden bei der Eröffnungsfeier war „Frieden“. Helene Walterskirchen sprach vom Schloss als von einem „Haus für den Frieden“ und dass sich die Gemeinde zu einem „Friedensdorf“ entwickeln könne. Die Banderole habe sie vor knapp eineinhalb Jahren gemeinsam mit Tochter Alexandra initiiert. „Ursprünglicher Gedanke war, eine Banderole zu beginnen, auf der nur die Namen der jeweiligen Friedensfans draufstehen. Wir haben uns dann entschlossen, auch ein Friedensbild dazumalen zu lassen, sodass das Volkskunstwerk eigentlich ein Banner ist.“ Die Banderole sei durch Schulen und Seniorenheime gewandert, berichtete Walterskirchen, „bei Kirchentagen haben wir sie ausgelegt“. Und sie soll weiter wandern und länger werden, das ist der Wunsch der Schlossmieterin. „Vielleicht können wir irgendwann das Siegestor damit einwickeln, oder die Münchner Frauenkirche.“ Harro Graf von Luxburg, Münchner Rechtsanwalt und Freund und Förderer der „Banderole für den Frieden“, sagte, er empfinde die Atmosphäre im Schloss als sehr angenehm. Zum Thema Frieden erklärte er: Natürlich ließen sich Konflikte nicht vermeiden, doch diese trügen zum Verständnis bei.

    Auch Bürgermeisterin Christl Weinmüller sprach Konflikte an, aus denen erst Frieden, dieser „heilsame Zustand in Ruhe und Stille“, erwachsen könne. Pfarrer Johannes Huber ging auf die Bedeutung des Wortes „Shalom – Frieden“ ein. Shalom habe im ursprünglichen Sinn drei Funktionen, so Huber, es stehe für den eigenen, inneren Frieden, für das Verständnis in der Sippe und den großen, den Weltfrieden. Mit der Friedensbanderole passiere hier etwas Ureigenes, Religiöses, sagte der Geistliche und wünschte sich, dass das Gebäude damit zum Ort des Friedens und der Freude werde. Kirchenpfleger Hans-Jürgen Asemann ließ die „unruhigen Zeiten“, die der Sanierung und Vermietung vorangegangen waren, noch einmal Revue passieren. Um die 50 Mietinteressenten habe er durch das Schloss geführt, sagte Asemann, und sich nebenbei darum gekümmert, dass Haus und Garten in einigermaßen gutem Zustand bleiben. (löbh)

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