Die eigenen Kinder mit auf Demos nehmen? Das muss jeder Vater, jede Mutter selber wissen und entscheiden, ob man das vertreten kann oder nicht. Denn verboten ist es wohl nicht. Allerdings ist es ein großer Unterschied, ob man zu einer kleinen Demo auf dem Landsberger Hellmairplatz geht, auf eine „Friedensdemo“ oder nach Berlin fährt, wo bei den Anti-Corona-Demos auch mit einem massiven Aufgebot rechter Extremisten zu rechnen ist.
Was ist eigentlich wirklich wichtig im Leben? Der Schutz des eigenen Kindes ist doch immer vorrangig. Und wer öffentlich dafür eintritt, sein Kind vor dem Staat in Sachen Corona und Impfung schützen zu müssen, der sollte auch erkennen, wann es an der Zeit ist, es aus einer Situation zu bringen, die es so verunsichert. Ein Kind, dass sich die Ohren zuhält und weint, sollte beruhigt werden und sofort an einen Ort gebracht werden, wo es sich sicher fühlt. Da gibt es nichts zu diskutieren.
Man muss die Betroffenen anhören
Rolf Kron ist allerdings sicher nicht der einzige, der seine Kinder zu Demos mitnimmt, allerdings wird er jetzt für sein Verhalten massiv durch ein Video an den Pranger gestellt. Praktisch symbolhaft für viele andere. Deshalb ist es nur fair, ihn dazu zu befragen und seine Sicht der Dinge zu hören. Das sollte in unserer Demokratie selbstverständlich sein, auch wenn wir nicht immer alles nachvollziehen können, was der andere so sagt.
Und vielleicht bewirkt dieses Video ja auch etwas Positives. Nämlich, dass wir uns Gedanken darüber machen, dass wir in einem Land leben, in dem wir viele Rechte haben. Und auch dafür demonstrieren dürfen. Sollten wir das nicht für uns selbst tun und unsere Kinder Kinder sein lassen. Müssen wir sie wirklich auf solche Veranstaltungen mitnehmen? Ich glaube nicht.
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