Es war eine konstituierende Sitzung, wie sie in Eching wohl noch nie stattgefunden hat: Nach der 30-jährigen Ära von Siegfried Luge (CSU) an der Spitze der Gemeinde wurde mit Dr. Michael Smida (Bürgerblock) der neue Bürgermeister von seinem Vorgänger vereidigt, der mit nunmehr 83 Jahren als ältestes Mitglied des Gemeinderats tätig werden wird. „Eine gute und glückliche Hand für Eching“, wünschte Luge dem neuen Amtsinhaber.
Michael Smida vereidigte die sechs neu gewählten Gemeinderatsmitglieder, die dem zwölf Sitze (acht für den Bürgerblock, vier für die CSU) zählenden Gremium angehören. Diese sind von der CSU Norbert Teubner und Franz Hoiß sowie Marie Gabriele von der Recke, Stefan Spicker, Alexander Strobl und Dajana Zimmermann vom Bürgerblock.
Nach der Vereidigung verständigte sich das Gremium darauf, wieder einen Zweiten und Dritten Bürgermeister zu bestellen. Smida schlug Franz Pentenrieder (Bürgerblock) als seinen Stellvertreter vor, weil dieser den Posten bisher schon innehatte und viel Erfahrung mitbringe. „Ich fühle mich von ihm gut vertreten“, sagte Smida. Dritte Bürgermeisterin wurde auf Smidas Vorschlag Claudia Schmidt vom Bürgerblock.
Michael Smida erhält etwas weniger Geld als sein Vorgänger Siegfried Luge
Diskutiert wurde über die Höhe der Entschädigung des ehrenamtlichen Ersten Bürgermeisters. Die gesetzlich vorgeschlagene monatliche Entschädigung, die auf der 2025 ermittelten Einwohnerzahl von 1632 basiert, liegt aktuell bei 4153 Euro. In der Amtszeit von Siegfried Luge lag diese bei knapp über 5000 Euro, was aus den Steigerungen der vergangenen sechs Jahre resultierte. Franz Pentenrieder schlug vor, diesen Betrag beizubehalten und nicht zu kürzen. „Leistung muss bezahlt werden.“
Norbert Teubner (CSU) wollte wissen, warum man sich gleich auf die höhere Zahl einigen sollte. „Das sehe ich persönlich nicht.“ Zum einen würde es ja auch bei einem niedrigeren Einstiegsgehalt eine Entwicklung nach oben geben, zum anderen müsse man auch die derzeitige Verschuldung der Gemeinde berücksichtigen und Sparpotentiale beachten. Man könne sich aber auf etwa 4600 Euro einigen, schlug er vor. Claudia Schmidt fand das zu wenig und stellte 4800 Euro in den Raum, was schließlich einstimmig vom Gemeinderat beschlossen wurde.
Das Sitzungsgeld steigt in Eching um zehn Euro
Die monatliche Entschädigung für den Zweiten Bürgermeister wurde von standardmäßigen 241 Euro auf 300 Euro erhöht, die Dritte Bürgermeisterin erhält 100 Euro monatlich. Das Sitzungsgeld wurde von 30 auf 40 Euro angehoben.
Der Gemeinderat bildete als Ausschüsse den Bauausschuss und den Finanzausschuss, die vorberatend tätig sind, und den Rechnungsprüfungsausschuss mit jeweils drei Mitgliedern aus dem Bürgerblock sowie einem Mitglied der CSU. Zur Vorsitzenden des Rechnungsprüfungsausschusses wurde Claudia Schmidt (Bürgerblock) gewählt.
Anschließend wurden neun Fachreferate besetzt. Drei davon übernimmt Dajana Zimmermann, zum einen für Friedhof, Wirtschaftswege und Gemeindegräben, zweitens für das Vereinswesen und schließlich für Kinderhaus und Mittagsbetreuung. Um Feuer- und Katastrophenschutz, Mückenmonitoring, Rettungsdienst und Wasserrettung wird sich Alexander Strobl kümmern. Martin Wieser wird Referent für Umweltschutz, Gemeindegrube, Wertstoffhof und Abfallbeseitigung, Claudia Schmidt wird Referentin für offene Jugendarbeit und Kinderspielplatz. Um Geschirr, Spülmobil und Kuchenwagen kümmert sich Franz Pentenrieder, um Öffentlichkeitsarbeit, Website sowie Social Bürgermeister Michael Smida. In der Seniorenarbeit wird Norbert Teubner tätig.
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