Sportlicher Einsatz zahlt sich aus, die Erfahrung machte kürzlich Otto Fischer aus Unterdießen. Wobei er nicht persönlich profitiert, sondern die Welthungerhilfe. Ein Bekannter, der ebenfalls im Landkreis Landsberg lebt, sponserte seine Teilnahme am 100-Kilometer-Lauf von Kaltenberg zum Schloss Neuschwanstein mit 20.000 Euro. Jetzt wurde das Geld übergeben.
„Wir kennen uns schon eine Weile, er weiß, dass ich mich in verschiedenen Bereichen engagiere und bin ihm sehr dankbar.“ Dass er beim Löwenmarsch ins Ziel kommen müsse, sei keine Vorgabe gewesen, so der erfahrene Läufer. „Er sieht es als Würdigung meines Engagements.“ Otto Fischer wurde im Jahr 2021 auch die Silberdistel unserer Zeitung verliehen, die besonderes bürgerschaftliches Engagement würdigt. Er saß unter anderem im Gemeinderat seines Heimatortes, organisierte die vergangenen Auflagen des Silvesterlaufs von Jahn Landsberg und sammelte Spenden, beispielsweise für das Kinderhospiz Bad Grönenbach, die Klinikclowns, die Landsberger Tafel und die Kartei der Not, das Leserhilfswerk unserer Zeitung.
Unterdießener braucht weniger als 20 Stunden für die 100 Kilometer nach Neuschwanstein
Die Bewegung, egal ob auf dem Fahrrad oder zu Fuß, ist fester Bestandteil von Otto Fischers Leben. Beim Löwenmarsch war er heuer das fünfte Mal dabei. Nur bei der ersten Teilnahme musste er die Segel vorzeitig streichen. Diesmal kam er nach 19:55 Stunden im Ziel an. „Es ist eine ganz andere Herausforderung, so weit zu laufen, als an einem Rennen teilzunehmen. Anfangs dachte ich, ich mache das mit meiner Ausdauer mit links.“ Am Ende seien die Schuhe, Fischer bevorzugt Laufschuhe, und der eigene Wille, es schaffen zu wollen, ausschlaggebend, so der 63-Jährige. Wie berichtet, legte heuer eine Teilnehmerin des Löwenmarsches die 100 Kilometer in Cowboystiefeln zurück und gewann damit eine Wette.
Fischer trat bei dem Marsch mit sechs weiteren Mitstreitern aus Unterdießen an. Allerdings lief jeder sein eigenes Tempo. „Das Schöne ist, dass man eigentlich nie lange allein unterwegs ist bei dem Marsch. Man schließt zu einer Gruppe auf oder wird von einer eingeholt“, betont Fischer. Er freut sich zudem, dass Europäische Union (EU) und Auswärtiges Amt die Spende für die Welthungerhilfe vervierfachen, also 80.000 Euro fließen.
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren