Der sogenannte „Digitale Zwilling“ der Stadt Landsberg ist nun über die städtische Website (www.landsberg.de) öffentlich zugänglich. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadt hervor. Nachdem sich die Bürgerinnen und Bürger bereits im Rahmen einer öffentlichen Präsentation im Februar einen Eindruck verschaffen konnten, kann das virtuelle 3D-Stadtmodell jetzt auch selbst erlebt werden.
Das virtuelle 3D-Stadtmodell wurde im Rahmen des mFUND-Förderprojekts „TwinCity3D“ in einer Zusammenarbeit der Stadt Landsberg mit der 3D RealityMaps GmbH aus München und der Verwaltungsgemeinschaft Fuchstal entwickelt. Grundlage des 3D-Modells bilden Befliegungsdaten, die über die Projektlaufzeit durch die Landsberger Firma Elektra Solar mittels eines elektrisch betriebenen Ultraleichtflugzeugs erhoben wurden. Auf diese Weise ist ein besonders realitätsnahes, virtuelles Abbild des Stadtgebiets entstanden, heißt es in der Pressemitteilung. Dieses wurde um weitere Geodaten angereicht und bietet Erweiterungspotenzial.
Luftbildaufnahmen dienen als Basis
In der öffentlichen Variante des „Digitalen Zwillings“ sind unter anderem folgende Basisinhalte zugänglich:
- Luftbildaufnahmen im Sommer aus den Jahren 2020, 2023, 2024, sowie eine Winteraufnahme von 2021.
- Thematische Ebenen, die die 2D-Analyseergebnisse zu Baumbestandsdichte, Hitzeinseln und Parkverkehr überlagert visualisieren.
- Zusätzlich können sogenannte Webservice-Layer des Freistaats Bayern hinzugeschaltet werden. Dabei handelt es sich um eine Parzellenkarte, Überschwemmungsgebiete, Biotopkartierung, Windatlas und Solaratlas.
Solarenergiepotenzial der Dachflächen können abgerufen werden
In den ebenfalls eingearbeiteten Fachanwendungen können weitere Informationen abgerufen werden:
- Stadtinfo & Tourismus: Beinhaltet eine angebundene OpenStreetMap (OSM-Datenbank) mit Sehenswürdigkeiten und Einrichtungen aus den Bereichen Bildung & Kultur, Gesundheitswesen, Freizeit & Sport, sowie technische und soziale Infrastrukturen.
- Mobilität: Hier können die Maßnahmensteckbriefe des 2025 beschlossenen Verkehrsentwicklungsplans (VEP) abgerufen werden.
- Solarenergie: In dieser Fachanwendung wird das Solarenergiepotenzial der Dachflächen nach Dachausrichtung aufgezeigt.
- Baumbestand: Die aus der Luftbildanalyse ermittelten Bäume innerhalb des Stadtgebiets werden als vereinfachte Objekte mit berechneter Baumhöhe und Kronenumfang gezeigt.
- Kommunale Wärmeplanung (KWP): In der Fachanwendung der KWP werden drei wesentliche Karten dargestellt. Die Wärmeliniendichte 2024, die dominierenden Energieträger 2024 sowie die Zielszenarien für die Wärmeversorgung 2045, die im Zuge der Wärmeplanung erarbeitet wurden. (AZ)
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