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Ein realer Kriminalfall und der Pitzlinger Wald in der Rechtsanwaltskanzlei Feller Mielke

Ellinor Holland Kunstpreis

Kunstnacht Landsberg: Ein realer Kriminalfall und der Pitzlinger Wald

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    Die Rechtsanwälte Joachim Feller, Marlis Mielke, Nadine Bauer und Amir Sahuric.
    Die Rechtsanwälte Joachim Feller, Marlis Mielke, Nadine Bauer und Amir Sahuric. Foto: Markus Müller-Hahl

    Bei der Langen Kunstnacht in Landsberg verschmelzen in der Kanzlei Feller Mielke Rechtsanwälte PartGmbH Malerei und Literatur. Wald-Bilder von Gabriele Lockstaedt geben den Rahmen für eine Lesung aus einem Roman auf Grundlage eines realen Kriminalfalls aus der Region, der sich ebenfalls in einem Wald abspielte. Mit diesem hatte auch Rechtsanwalt Joachim Feller schon zu tun, so schließt sich der Kreis. Was die Besucher in der Rechtsanwaltskanzlei bei der Langen Kunstnacht erwartet.

    In der Nacht:  "In the Night", Acryl/Pigmente/Tapes von Gabriele Lockstaedt.
    In der Nacht: "In the Night", Acryl/Pigmente/Tapes von Gabriele Lockstaedt. Foto: Thorsten Jordan

    Bereits zum zweiten Mal ist die Kanzlei Feller Mielke Rechtsanwälte bei der Langen Kunstnacht mit dabei. Sie ist zudem einer der Sponsoren des Ellinor-Holland-Kunstpreises, der im Rahmen der Langen Kunstnacht verliehen wird.

    Losgelöst vom betriebsamen Kanzleialltag habe im letzten Jahr bei der Langen Kunstnacht eine angenehme und entspannte Atmosphäre geherrscht, erinnert sich Rechtsanwältin Nadine Bauer. Besonders gut sei bei den vielen Besucherinnen und Besuchern die wunderschön illuminierte Dachterrasse angekommen – und natürlich die Möglichkeit, einmal einen Blick in die größte Rechtsanwaltskanzlei im Landkreis Landsberg zu werfen. Diese sitzt direkt am Hauptplatz, von vielen der Ost-Fenster der drei Geschosse kann man einen Blick darauf werfen. Im Westen liegt jedoch ein versteckter Innenhof, der sonst nicht besichtigt werden kann. Neue Stadtansichten – ja, auch das bietet die Lange Kunstnacht, wenn Häuser ihre Tore für die Kunst öffnen. Auch wer gerade – zum Glück – keinen Juristen braucht, darf bei der Langen Kunstnacht neugierig darauf sein, wie eine moderne Kanzlei, für die zehn Anwälte und Anwältinnen tätig sind und die somit in den verschiedensten Rechtsangelegenheiten beistehen kann, aussieht.

    Buchvorstellung von Christa von Bernuth "Tief in der Erde" in der Kunstnacht in der Rechtsanwaltskanzlei.
    Buchvorstellung von Christa von Bernuth "Tief in der Erde" in der Kunstnacht in der Rechtsanwaltskanzlei. Foto: Politycki& Partner

    Die Kanzlei blickt auf eine 125-jährige Geschichte zurück. 2024 übernahmen sie Rechtsanwältin Nadine Bauer, deren Spezialgebiete Familien- sowie Bau- und Architektenrecht sind, sowie Rechtsanwalt Amir Sahuric, dessen Schwerpunkte auf Straf- und Zivilrecht liegen. Beide sind 33 Jahre alt – und somit etwa im gleichen Alter wie Marlis Mielke und Joachim Feller, als diese vor knapp 30 Jahren die führenden Gesichter der Kanzlei wurden. Mielke und Feller sind auch nach der Übergabe an die jüngere Generation weiterhin für die Kanzlei tätig, die mittlerweile auf 20 Mitarbeitende angewachsen ist, Rechtsanwaltsfachangestellte ausbildet, für Rechtsreferendare offen steht und stets sowohl Schülern als auch Studierenden Praktika anbietet.

    Im Alltag sind Familien- und Strafrecht, Bau- und Architektenrecht, Erb-, Arbeits-, Verkehrs-, Versicherungs- und Handels- sowie Gesellschaftsrecht die Schwerpunkte der Kanzlei – zur Langen Kunstnacht machen diese Platz für Malerei und Literatur. Im ersten Stock werden auf der Dachterrasse, im Eingangs- und Wartebereich sowie in der Bibliothek Bilder aus der Serie „Wald“ der Pitzlinger Malerin Gabriele Lockstaedt zu sehen sein, die ihre Ausstellung um 19 Uhr eröffnet. Autorin Christa von Bernuth wird aus ihrem Buch „Tief in der Erde“ lesen (Beginn um 20 Uhr). Dem Kriminalroman nach einer wahren Begebenheit liegt der Fall Ursula Herrmann zugrunde. Die zehnjährige Schülerin wurde im September 1981 zwischen Schondorf und Eching entführt und starb in einer Holzkiste, eingegraben im Waldboden. Joachim Feller als Anwalt von Michael Herrmann, dem Bruder der Toten, gilt als profunder Kenner des Falls. Auftakt der Lesung wird ein Interview von Thomas Wunder, stellvertretender Redaktionsleiter des Landsberger Tagblatts, mit Christa von Bernuth sein.

    Bei Sektempfang und Häppchen und einem Blick auf die 125-jährige Geschichte wird die Lange Kunstnacht feierlich um 18.30 Uhr in der Kanzlei eröffnet. In 125 Jahren war diese überaus standorttreu, nämlich immer direkt im Herzen Landsbergs anzutreffen: Zuerst in der Hubert-von-Herkomer-Straße, seit 2000 am Hauptplatz 153 beim Rathaus, der Eingang liegt direkt neben der Eisdiele. Auch wenn eine lange Vorplanung und etliche Arbeiten notwendig sind – so werden extra Wände von Bildern freigemacht und mit einem frischen Anstrich versehen, um die Werke von Gabriele Lockstaedt perfekt zur Geltung zu bringen – die Vorfreude auf die Lange Kunstnacht am Samstag, 20. September, ist in der Kanzlei groß. „Wir haben 2024 so viel positives Feedback bekommen, dass wir gerne wieder mit dabei sind“, freut sich Amir Sahuric und hofft auf ebenso gutes Wetter wie im letzten Jahr. Die Ausstellungseröffnung ist um 19 Uhr, die Lesung beginnt um 20 Uhr.

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