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Finning: In Finning geht die Gewerbesteuer zurück

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In Finning geht die Gewerbesteuer zurück

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    Die Gewerbesteuer in Finning stagniert seit Längerem. Das Foto zeigt einen Wegweiser zum Gewerbegebiet Lerchenberg zwischen Oberfinning und Entraching.
    Die Gewerbesteuer in Finning stagniert seit Längerem. Das Foto zeigt einen Wegweiser zum Gewerbegebiet Lerchenberg zwischen Oberfinning und Entraching. Foto: Gerald Modlinger

    In Finning wurde der Haushalt für das laufende Jahr beraten. Dabei machte der Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Windach, Marcel Quäschning, deutlich, dass 2025 nur mithilfe der Rücklage der Haushalt ausgeglichen werden kann. Denn gleich drei ungünstige Faktoren treffen aufeinander: Aufgrund hoher Steuereinnahmen im Jahr 2023 fällt heuer eine hohe Kreisumlage an. Gleichzeitig sind schon 2024 die Gewerbesteuereinnahmen deutlich gesunken. Zudem bekommt die Gemeinde keine Schlüsselzuweisung.

    Für Investitionen müssen deshalb über 2,6 Millionen Euro den Rücklagen entnommen werden, die damit auf 1,7 Millionen Euro schrumpfen. Bereits seit 2022 werden die Rücklagen angegriffen. Eine Zuführung zum Vermögenshaushalt findet voraussichtlich nicht statt. 637.000 Euro müssen laut Plan aus der Substanz für die laufenden Geschäfte genommen werden. Quäschning betonte, dass dies kein Dauerzustand werden dürfe.

    Höhere Kita-Gebühren, kein Anrufsammeltaxi mehr und eine Stelle weniger im Bauhof

    Ein großer Kostenblock sind die Ausgaben für die Kita, da die Personalkosten stark gestiegen sind. An dieser Schraube hat der Gemeinderat nun gedreht und eine Erhöhung der Gebühren für Kindergartenplätze um elf und für Krippenplätze um acht Prozent beschlossen. Zudem sollen stets alle Plätze belegt werden. Für das neue Kindergartenjahr ab September ist dies derzeit nicht der Fall, sodass auch Gastkinder aus anderen Gemeinden ein Angebot bekommen werden. Von Entlassungen beim Personal will die Gemeinde laut Bürgermeister Siegfried Weißenbach jedoch absehen. Derzeit wird geprüft, ob in schwach gebuchten Zeiträumen weniger Personal zum Einsatz kommen kann. Um Kosten zu sparen, steigt die Gemeinde jetzt aus dem Anrufsammeltaxi-Verbund (AST) aus und ab 2026 wird im Bauhof eine Stelle gestrichen.

    Zu den großen Ausgabeposten im Verwaltungshaushalt mit einem Volumen von 5,3 Millionen Euro zählt die Kreisumlage mit 1,6 Millionen Euro, gefolgt von Personalkosten mit 1,5 Millionen Euro, der sächliche Verwaltungs- und Betriebsaufwand für Gebäude und Grundstücke mit knapp 1,3 Millionen Euro sowie der Straßenunterhalt mit 115.000 Euro. Die Umlage der Verwaltungsgemeinschaft beträgt 515.000 Euro, die der Schulverbände 129.000 Euro.

    Bereis 2024 ging die Gewerbesteuer in Finning deutlich zurück

    Bei den Einnahmen steht der Anteil der Einkommensteuer mit knapp 1,8 Millionen Euro an erster Stelle vor der Gewerbesteuer mit 1,15 Millionen Euro. Die Gewerbesteuer ist rückläufig. 2024 war noch mit einer Einnahme von 1,4 Millionen Euro gerechnet worden, am Ende kam nur knapp eine Million Euro zusammen.

    Der Blick in den Vermögenshaushalt zeigt, wofür die Gemeinde Geld investieren will. Bei den Baumaßnahmen sind das vor allem die Errichtung von PV-Anlagen auf der Schule und dem Kindergarten (120.000 Euro). Außerdem wurden 1,25 Millionen Euro für Grundstückskäufe eingestellt. 1,2 Millionen wird der neue Bauhof kosten, 250.000 davon werden heuer fällig werden. Die Gemeinde wird auch in ein zweites Standbein für die Wasserversorgung investieren, zudem soll die Mühlbachbrücke saniert werden. Die Planungskosten für diese Maßnahmen in Höhe von 100.000 Euro fallen 2025 an. Insgesamt müssen dafür 900.000 Euro investiert werden.

    Der Blick auf die zukünftige prognostizierte Finanzlage zeigte, dass sich die Rücklagen der Gemeinde im nächsten Jahr aufbrauchen und eine Kreditaufnahme nötig sein wird. Momentan ist Finning schuldenfrei. Zum Ende des Jahres 2028 wird der Schuldenstand 1,7 Millionen Euro betragen, hatte der Kämmerer berechnet.

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