Das Lechstadtfest (4. und 5. Juli) wird heuer neu aufgezogen. Wie die Stadt Anfang des Jahres in einer Pressemitteilung bekannt gab, soll sich die Altstadt in eine vielfältige Genussmeile verwandeln. Auf vier Plätzen erwarten die Besucherinnen und Besucher von den Partnerstädten inspirierte, landestypische Spezialitäten und thematische Dekorationselemente. Laut der Pressestelle der Stadt haben 40 Gastronomiebetriebe ihr Interesse an einer Teilnahme an dem Fest bekundet. 25 Stände stehen zur Verfügung, das Auswahlverfahren ist inzwischen abgeschlossen. Wirtinnen und Wirte scheint das Konzept also zu überzeugen – wenngleich es auch einen Kritikpunkt gibt.
Das Lechstadtfest folgt laut Fabio Gruber, Pressesprecher der Stadt Landsberg, dem Motto: „Vier Plätze, vier Länder, ein Fest.“ Die Veranstaltung verbinde Kulinarik, Kultur und Begegnung in der gesamten Altstadt. Die vier Veranstaltungsplätze sollen jeweils für eine der Partnerstädte Landsbergs stehen und deren landestypische Spezialitäten sowie passende kulturelle und musikalische Elemente aufgreifen. „Besucherinnen und Besucher können so auf einem Rundweg durch die Innenstadt unterschiedliche kulinarische Angebote und atmosphärisch gestaltete Bereiche erleben“, sagt Fabio Gruber.
Das Motto: Vier Plätze, vier Länder, ein Fest
Das Fest soll sich folglich auf die vier zentralen Veranstaltungsplätze konzentrieren: den Hauptplatz (Deutschland: Landsberg und Waldheim), den Infanterieplatz (USA: Hudson), den Flößerplatz (Frankreich: Saint-Laurent-du-Var) und den Georg-Hellmair-Platz (Italien: Rocca di Papa). „Durch das Fest wird jedoch die gesamte Innenstadt belebt“, sagt Gruber. Auch abseits der Plätze ist seiner Einschätzung nach mit positiven Impulsen und spürbaren Mitnahmeeffekten für Gastronomie und Handel zu rechnen.
Insgesamt werden laut dem Pressesprecher zehn Standbetreiber aus der Stadt Landsberg beim Lechstadtfest vertreten sein. „Nicht alle Interessenten konnten die Anforderungen erfüllen und daher berücksichtigt werden. In fünf Fällen konnte keine Zusage erteilt werden.“ Grundsätzlich sei die Auswahl der Gastronomen anhand verschiedener organisatorischer und konzeptioneller Gesichtspunkte erfolgt, „um ein ausgewogenes und qualitativ hochwertiges Gesamtbild des Festes sicherzustellen“. Aufgrund der thematischen Verknüpfung des Lechstadtfests mit den vier Partnerstädten sind laut Gruber kulinarische Aspekte ebenfalls in die Beurteilung eingeflossen.
Die Zusagen an die Standbetreiber seien Anfang März versendet worden. Bereits Ende des vergangenen Jahres trat die städtische Wirtschaftsförderung laut Fabio Gruber wiederholt an die in Landsberg ansässigen Gastronomen heran und lud sie zu einer Beteiligung am Lechstadtfest ein. Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl (UBV) ist vom diesjährigen Konzept überzeugt. Ein solches Fest brauche „ein bisschen Bewegung und Ambiente“, sagt sie mit Blick auf die vier bespielten Plätze. Es seien auch Erfahrungen aus dem „überaus gelungenen“ Bayertorfest im vergangenen Jahr eingeflossen.
Es profitieren Plätze in „ohnehin günstiger Lage“
Gastronom Dominik Wagmann, der gemeinsam mit Claus Moritz das Restaurant Hellmairs betreibt, ist sich sicher: „Das Lechstadtfest wird in diesem Jahr eine ganz tolle Geschichte und es werden bestimmt viele Menschen kommen.“ Für Wagmann ist es eine „schöne Idee“, dass eben nicht nur der Hauptplatz, sondern auch die anderen Plätze in der Altstadt belebt werden – das funktioniere auch beim Christkindlmarkt. Der Gastronom beteiligt sich mit einem am Hauptplatz aufgestellten Getränkewagen am Lechstadtfest. Am Sonntag, 5. Juli, plant seine Partnerin, die die Tanzschule Kirschgrün in Untermeitingen betreibt, einen Flashmob am Hauptplatz. „Die Leute können sich über einen QR-Code das Video vorher anschauen – es sollen möglichst viele mitmachen“, sagt Dominik Wagmann.
Valentina Hamberger, die die Villa Rosa im Vorderanger betreibt, hat sich gegen eine Teilnahme an dem Fest entschieden. Es sei zu aufwendig und nicht zu bewerkstelligen, neben dem normalen Betrieb in der Villa Rosa, die an dem Wochenende ganz normal geöffnet sei, abseits noch einen Stand zu betreiben. Zudem hänge das Geschäft dann auch vom Wetter ab. Grundsätzlich findet es auch Valentina Hamberger schön, wenn durch solche Veranstaltungen Menschen in die Stadt gezogen werden. Allerdings profitierten erneut die Plätze in einer „ohnehin günstigen Lage“. Daher sagt Hamberger: „Vorderanger und Hinteranger fallen mal wieder hinten runter.“
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