Startseite
Icon Pfeil nach unten
Landsberg
Icon Pfeil nach unten
Landsberg
Icon Pfeil nach unten

Konstituierende Sitzung in Landsberg: An der Stadtspitze gibt es keine Veränderungen

Landsberg

An der Landsberger Stadtspitze gibt es keine Veränderungen

  • |
  • |
  • |
  • |
    Moritz Hartmann (links) und Felix Bredschneijder (rechts) sind in Landsberg auch weiter Zweiter und Dritter Bürgermeister und damit die Stellvertreter von Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl.
    Moritz Hartmann (links) und Felix Bredschneijder (rechts) sind in Landsberg auch weiter Zweiter und Dritter Bürgermeister und damit die Stellvertreter von Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl. Foto: Christian Rudnik

    Bei den Kommunalwahlen kam die Landsberger Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl auf 59,2 Prozent der Stimmen und wurde bereits im ersten Wahlgang in ihrem Amt bestätigt. Und nach der konstituierenden Sitzung des neuen Stadtrats steht fest: Auch ihre beiden Stellvertreter bleiben in den kommenden sechs Jahren dieselben. Moritz Hartmann (Grüne) wurde erneut zum Zweiten Bürgermeister und Felix Bredschneijder (SPD) zum Dritten Bürgermeister gewählt. Damit ging die CSU als stärkste Fraktion – wie bereits 2020 – leer aus. Dass deren Bewerber Harry Reitmeir bei einem anderen Amt den Vortritt bekam, wird immerhin als „versöhnlicher Akt“ gewertet.

    Die konstituierende Sitzung begann im Festsaal des Historischen Rathauses. Dort legten zunächst die neuen Stadträtinnen und Stadträte jeweils ihren Amtseid ab. Baumgartl dankte allen Mitgliedern des Gremiums, dass sie Verantwortung für die Stadt übernehmen. Für sie persönlich sei es eine „große Ehre und Freude“, weiterhin Oberbürgermeisterin sein zu dürfen. Dieses Mal konnte Baumgartl auch die Amtskette tragen. Bei der konstituierenden Sitzung vor sechs Jahren wurde ihr die Kette während der Corona-Pandemie in einer Schatulle überreicht.

    „Wir waren uns nicht immer einig, aber immer loyal zueinander“

    Anschließend stand die Wahl von Doris Baumgartls Stellvertretern an. Als Zweiten Bürgermeister schlug sie den bisherigen Amtsinhaber Moritz Hartmann vor. In den vergangenen sechs Jahren „haben wir sehr gut und konstruktiv zusammengearbeitet“, sagte Baumgartl. Zudem habe Hartmann bei der Kommunalwahl nach ihr das zweitbeste Stimmenergebnis erzielt. „Ich würde es gerne wieder machen“, sagte Hartmann. Er sprach von großen Herausforderungen, die „wir alle gemeinsam angehen“ müssen. Christian Hettmer (CSU) verwies darauf, dass die Christsozialen im Stadtrat mit sieben Mitgliedern die stärkste Fraktion stellen. Daher schlug er seinen Parteikollegen Harry Reitmeir für das Amt des Zweiten Bürgermeisters vor.

    Von der CSU-Fraktion wurde Harry Reitmeir als Bürgermeister vorgeschlagen.
    Von der CSU-Fraktion wurde Harry Reitmeir als Bürgermeister vorgeschlagen. Foto: Christian Rudnik

    Wie der CSU-Bewerber Reitmeir sagte, verstehe er sich „prima“ mit den beiden bisherigen Stellvertretern der Oberbürgermeisterin. „Nach 25 Jahren im Stadtrat ist es für mich aber an der Zeit, als Bürgermeister zu kandidieren.“ Mit 8:23 Stimmen unterlag er bei der anschließenden geheimen Wahl Hartmann. Als Dritten Bürgermeister schlug Baumgartl dann Felix Bredschneijder vor. Bredschneijder lobte ebenfalls die bisher „gute und vertrauensvolle“ Zusammenarbeit. „Wir waren uns nicht immer einig, aber immer loyal zueinander.“ Auch bei der Wahl des Dritten Bürgermeisters hatte der erneut von seiner Fraktion vorgeschlagene Reitmeir das Nachsehen (13:18 Stimmen).

    Bilder von der konstituierenden Sitzung des Stadtrats

    Begrüßung / Doris Baumgartl (Oberbürgermeisterin) / Konstituierende Sitzung des Stadtrats / Vereidigung der neuen Stadträtinnen und Stadträte / Festsaal Historisches Rathaus / Landsberg
    Icon Galerie
    39 Bilder
    Im Festsaal des Historischen Rathauses in Landsberg wurden der Zweite und der Dritte Bürgermeister gewählt. Die neuen Mitglieder des Stadtrats legten ihren Eid ab.

    Doris Baumgartl zollte dem CSU-Bewerber Respekt, dass er sich den Wahlen gestellt habe. „Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit“, sagte sie und brachte Harry Reitmeir als weiteren Stellvertreter ins Spiel. Dieses Amt steht für gewöhnlich dem dienstältesten Stadtratsmitglied zu – und damit Christoph Jell (UBV). Doch Jell verzichtete nach Baumgartls Vorschlag. Die Entscheidung für Reitmeir fiel einstimmig aus. Wie Christian Hettmer in seinem Sitzungsbericht schreibt, ist es als „versöhnlicher Akt“ zu werten, dass Reitmeir von der UBV der Vortritt gewährt wurde. In der Vergangenheit kam es tatsächlich bereits vor, dass mit Dieter Völkel das damals dienstälteste Stadtratsmitglied in Vertretung die Amtsgeschäfte in der Stadtverwaltung führte.

    Zehn Stadtratsmitglieder sind in Landsberg neu dabei

    Christian Hettmer (CSU), Ulrike Gömmer (Grüne), Christoph Jell (UBV), Jonas Pioch (SPD), Hans Jürgen Schulmeister (Landsberger Mitte) und Philipp Schmid (Die Linke) wurden im Sitzungssaal zu den Fraktionsvorsitzenden benannt. Ulla Schäfer (FDP) und Wilhelm Heisse (ÖDP) schlossen sich zu einer Ausschussgemeinschaft zusammen. Auch die Ausschüsse wurden in der konstituierenden Sitzung gebildet. Dem Verwaltungs- und Finanzausschuss, dem Bau-, Planungs- und Umweltausschuss sowie dem Bildungs-, Sozial- und Kulturausschuss gehören auf Vorschlag von Baumgartl künftig 14 statt wie bisher zwölf Mitglieder an (19:12 Stimmen). Laut Baumgartl, die jeweils den Vorsitz innehat, sollen künftig „möglichst viele Themen“ in die Ausschüsse delegiert werden. Neben dem gesetzlich vorgeschriebenen, siebenköpfigen Rechnungsprüfungsausschuss gibt es weiter auch einen Ältestenrat, der die Zusammenarbeit der Fraktionen unterstützen soll.

    Der neue Stadtrat nahm im Sitzungssaal seine Arbeit auf.
    Der neue Stadtrat nahm im Sitzungssaal seine Arbeit auf. Foto: Christian Rudnik

    Zehn Mitglieder sind im Stadtrat neu dabei. Von ihnen hat Stephan Niedermayer (CSU) bei der Kommunalwahl die meisten Stimmen geholt (3910). Er ist bereits seit 2018 Ortssprecher von Ellighofen. Thomas Bihler (UBV) ist unter anderem in der Faschingsgesellschaft Licaria aktiv und als Ehrenpräsident des Flughafenvereins München bekannt. Die Unternehmensberaterin und Kreisrätin Renate Standfest, Grundschullehrerin Eileen Fischer, Rebelz-Sound-Inhaber Bastian Georgi und die Fotografin Cornelia Kurz sind neu bei den Grünen. Kurz rückt für Daniela Groß nach, die zur Landrätin gewählt wurde und daher ihr Amt als Stadträtin nicht weiter ausüben darf. Für die Linke haben es die Philosophie-Studentin Johanna Deffner und Philipp Schmid – er war auch Oberbürgermeisterkandidat – in den Stadtrat geschafft. Für die ÖDP ist der Solarfachmann und Unternehmer Wilhelm Heisse jetzt im Gremium und für die Landsberger Mitte der Apotheker Marc Schmid.

    In der konstituierenden Sitzung wurde zudem Petra Mayr-Endhart in den Ruhestand verabschiedet. Die Abteilungsleiterin und Stadtjustiziarin war seit 1999 für die Stadt tätig. „Sie haben ein bedeutendes Kapitel der Stadtgeschichte mitgeschrieben“, sagte Baumgartl und überreichte ihr einen Stadtstich. „Es war mir eine große Ehre, für diese wunderschöne Stadt zu arbeiten“, sagte Mayr-Endhart. Ihr Nachfolger ist Dominic Jödicke, der zuvor Geschäftsstellenleiter bei der Marktgemeinde Kaufering war.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein

    Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.

    Anmelden

    Sie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren