Am neuen Kreisverkehr bei Scheuring – auf der Staatsstraße von Klosterlechfeld in Richtung Geltendorf – gibt es für vorbeikommende Autofahrer seit vielen Wochen etwas zu bestaunen. Erst saß mehrere Wochen ein Eichhörnchen aus Holz auf dem Kreisverkehr. Das ist aber vor einigen Tagen auf wundersame Weise „davon gehüpft“. Ersetzt wurde es durch ein Motorrad. Unsere Redaktion hat bei Scheurings Bürgermeister Konrad Maisterl nachgefragt, was es mit dem Eichhörnchen und dem Motorrad auf sich hat.
„Es sind keine offiziell genehmigten Aktionen. Konkret weiß ich auch nicht, wer dahintersteckt. Allerdings erfolgte die Aktion mit dem Motorrad wohl mit einem Radlader, es sind keine Spuren auf dem Kreisverkehr zu sehen. Das schränkt den Kreis der Personen, die es gewesen sein könnten, dann doch ein“, sagt Maisterl. Es sei möglich, dass es sich bei den Initiatoren um Einheimische handle. Scheurings Bürgermeister kündigt gegenüber unserer Redaktion an, das Thema in der konstituierenden Sitzung des neuen Gemeinderats anzusprechen. Hintergrund ist demnach, dass das zuständige staatliche Bauamt Weilheim im Laufe der kommenden Woche mit der Begrünung des Kreisverkehrs beginnen wolle.
In der Vergangenheit kam es an der Stelle bei Scheuring zu vielen Unfällen
Bereits seit Anfang der 2000er-Jahre ist der Bau des Kreisverkehrs ein Thema. Die Stelle ist grundsätzlich gut einsehbar, dennoch kracht es dort immer wieder, weil der Gegenverkehr übersehen wurde. Meist ging es um Linksabbieger, die von Klosterlechfeld kommend nach links in Richtung Scheuring abbiegen wollten oder von Geltendorf kommend nach links in Richtung Kaufering abbiegen wollten, hieß es von der Polizei Landsberg dazu vor gut einem Jahr gegenüber unserer Redaktion.
Zur Frage, wie die Resonanz auf den Kreisverkehr sei, sagt Scheurings wiedergewählter Bürgermeister: „99 Prozent der Reaktionen sind positiv. Vereinzelt wird die Höhe des Kreisverkehrs bemängelt. Ich finde, er fährt sich gut.“ Maisterl hofft, dass die Grundstücksverhandlungen positiv verlaufen und auch weiter östlich auf der Staatsstraße bei Beuerbach ein Kreisverkehr gebaut wird. Auch hier kommt es immer wieder zu Unfällen. Dann wird auch immer die Scheuringer Feuerwehr mit alarmiert.
Zwei weitere Unfallschwerpunkte sollen durch einen Kreisverkehr sicherer werden
Weils Bürgermeister Christian Bolz sagte in den Bürgerversammlungen der Ortsteile jüngst dazu: „Wir haben bei dem Thema zwölf Jahre gekämpft. In den kommenden Jahren werden die Kreisverkehre auf der Staatsstraße bei Beuerbach und Pestenacker kommen.“
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