Ein kleiner Abschnitt des Uferbereichs nahe der Staustufe 14 am Lech war zuletzt offenbar als „eine Art Partystätte“ genutzt worden. Peter Schmiddunser, Gewässerwart beim Bezirksfischereiverein Landsberg, hatte die Stelle bei einem Vor-Ort-Termin unserer Redaktion gezeigt. Zu sehen waren dort damals eine Feuerstelle, zerbrochene Bierflaschen, Abfälle und Holzbretter, die wohl als Baumaterialien dienen sollten. Inzwischen wird das Lager wohl nicht mehr genutzt.
Peter Schmiddunser war kürzlich erneut vor Ort. „Es ist jemand aktiv geworden und hat einiges beseitigt“, sagt er. So sei der Müll nahezu komplett entfernt worden – ebenso wie die Feuerstelle. Allerdings liegen noch Holzbretter herum. Unter anderem ist auch noch eine zwischen einem Baum und einem Baumstumpf angebrachte Holzlatte nach wie vor an Ort und Stelle. Diese könnte dem Anschein nach als Bar genutzt worden sein.
Gefällte Bäume und jede Menge zurückgelassener Müll
Besonders besorgt war Schmiddunser aufgrund der Feuerstelle in dem ungefähr auf Höhe des Stadtteils Pitzling gelegenen Auenwald am westlichen Lechufer. Als er unserer Redaktion das Lager gezeigt hat, war diese noch warm und auch der mit Baumnadeln bedeckte Boden neben der Feuerstelle glimmte und qualmte sichtbar. In den Augen des Gewässerwarts des Bezirksfischereivereins herrschte dadurch „akute Waldbrandgefahr“.
Wie Andreas Rau, stellvertretender Dienststellenleiter in Landsberg, auf Nachfrage mitteilt, sei die Kontrollfrequenz zuletzt erhöht worden. Natürlich gehe es nicht, Bäume zu fällen, eine Feuerstelle zu errichten und Müll zurückzulassen. Rau appelliert, die Natur zu respektieren und sich den Regeln entsprechend zu verhalten.
Eigentümer des entsprechenden Grundstücks am Lech ist der Freistaat Bayern, der durch das Wasserwirtschaftsamt Weilheim (WWA) vertreten wird. Der Bezirksfischereiverein Landsberg nutzt einen Platz in unmittelbarer Nähe für den Fischbesatz.
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