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Neue Stadträte in Landsberg: Bezahlbarer Wohnraum steht ganz oben auf Johanna Deffners Prioritätenliste

Landsberg

Johanna Deffner setzt sich für bezahlbaren Wohnraum und ein Frauenhaus ein

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    Die neue Stadträtin Johanna Deffner (Die Linke) studiert aktuell Philosophie an der Universität Augsburg. Zuvor hat sie als Krankenschwester gearbeitet.
    Die neue Stadträtin Johanna Deffner (Die Linke) studiert aktuell Philosophie an der Universität Augsburg. Zuvor hat sie als Krankenschwester gearbeitet. Foto: Thorsten Jordan

    Auf Anhieb hat es Johanna Deffner (Die Linke) in den Stadtrat und den Kreistag geschafft. Die 34-Jährige ist verlobt und Mutter eines Kindes im Kindergartenalter. Nach ihrem Abitur am Ignaz-Kögler-Gymnasium absolvierte sie eine Ausbildung zur Krankenschwester und arbeitete viele Jahre an verschiedenen Krankenhäusern in München. Dann entschied sie sich für ein Philosophiestudium in Augsburg. Derzeit befindet sie sich im Masterstudiengang mit dem Schwerpunkt Umweltethik. Mit dem Studium wurde sie politisch und begann sich bei der Partei Die Linke zu engagieren. „Man kann vielleicht weniger erreichen, als man sich wünscht. Aber es fühlt sich positiv an, etwas zu tun“, setzt sie der allgemein empfundenen Machtlosigkeit vieler Menschen entgegen.

    Deffner ist im Stadtrat Referentin für Kinderbetreuungseinrichtungen und Kinderspielplätze. „Damit trete ich in die großen Fußstapfen von Doris Baumgartl und Daniela Groß.“ Zudem gehört sie dem Rechnungsprüfungsausschuss sowie dem Bau-, Planungs- und Umweltausschuss an, in den sie ihr Wissen aus dem Studium der Umweltethik einbringen will. Im Kreistag ist sie im Verwaltungsrat des Klinikums. Über dieses Amt freut sie sich besonders: „Als Krankenschwester stehe ich auf der einen Seite, als Kreisrätin kann ich nun auch die andere Seite kennenlernen.“ Auch als Verbandsrätin beim Zweckverband Area 61 schließt sich für Deffner ein Kreis, denn ihr Großvater war als Flieger in Penzing stationiert.

    Johanna Deffner sieht ihr politisches Amt als Privileg

    Deffner ist begeisterte Landsbergerin, ihr politisches Amt sieht sie als Privileg. Die Entwicklung, dass aufgrund der hohen Mieten Menschen wegziehen müssen, will sie stoppen. Und so steht bezahlbarer Wohnraum ganz oben auf ihrer Prioritätenliste – und auch der Gewaltschutz: Deffner setzt sich für ein Frauenhaus in Landsberg ein. Und ebenso für Verbesserungen in der Kinderbetreuung, dass Kürzungen, initiiert durch die Landesregierung, nicht an Eltern durchgereicht werden, und für eine transparente Preisgestaltung landkreisweit. Als „linke“ Politikerin will sie für alle Bürger da sein, insbesondere aber für die, die eher am Rand der Gesellschaft stehen. Auf ihre ersten Stadtratssitzungen blickt sie mit Freude zurück: „Alle haben sich sehr bemüht, dass ich mich willkommen fühle.“

    Als Mitglied einer Partei, die sich für Antifaschismus starkmacht, ist Deffner nun im Kreistag mit Vertretern der AfD konfrontiert. „Es wird auf keiner Ebene eine Kooperation geben.“ Bereits zwei Demonstrationen gegen die Vergabe von städtischen Räumen für AfD-Versammlungen hat Die Linke initiiert. Nun will sie mit einem Antrag eine klare Positionierung des Stadtrats verlangen. 

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