Der Name schwirrte schon seit geraumer Zeit als heißes Gerücht durch die sozialen Medien. Am Dienstag hat es der Verein offiziell betätigt: Der 36-jährige René Schröder ist neuer Trainer des TSV Landsberg und soll für eine erfolgreiche Saison des Regionalliga-Aufsteigers sorgen. Er ist damit Nachfolger von Chris Rech (33), dessen Vertrag nach dem Aufstieg nicht verlängert wurde.
Stellt sich zunächst mal die Frage: René wer? Dazu ein Blick in die Statistik: 375 Spiele in der Landes-, Bayern- und Regionalliga, die meisten für den FC Gundelfingen. Schröder, ein Mittelfeldspieler, war aber auch für den TSV Rain (46 Spiele) und den FC Memmingen (19 Einsätze) in der Regionalliga am Ball. Und hier schließt sich der Kreis, jetzt wird klar, wie Landsberg auf ein am Lech eher unbeschriebenes Blatt kam: In der Saison 2017/2018 finden sich in den Memminger Aufstellungen neben Schröder auch die Spieler Furkan Kircicek – und Muriz Salemovic, mittlerweile stellvertretender Fußball-Abteilungsleiter beim TSV Landsberg.
Der Plan des neuen Trainers überzeugt Landsbergs Abteilungsleitung
Salemovic kannte also den gebürtigen Augsburger, der mit Ehefrau Julia und den beiden Mädels Lotta (6) und Matilda (3) in Augsburg-Göggingen lebt, schon seit geraumer Zeit. „Renés Plan, wie er die Regionalliga angehen möchte, hat uns überzeugt. Sein menschlicher Umgang und seine modernen Ausbildungsansichten haben bereits einige Spieler positiv begeistert. Wir freuen uns auf eine spannende und fordernde Saison“, schwärmt Abteilungsleiter Werner Seemüller vom neuen Übungsleiter, der am Montag, 15. Juni (19.15 Uhr), zum ersten Training bitten wird. Vorbereitungsspiele gegen Gersthofen (20. Juni), Schwabmünchen (27. Juni), Greuther Fürth (4. Juli) und Illertissen (11. Juli) stehen bereits fest.
Nicht nur der Coach ist fix, sondern auch der komplette neue Trainerstab. Als Co-Trainer hat Schröder einen alten Bekannten und Sympathieträger zurück ins Boot geholt: Pascal Leyer (36) aus Apfeldorf, der diese Funktion schon unter Ex-Coach Alex Schmidt innehatte, bei den Spielern bestens ankam, aber dann im Sommer 2025 vom früheren Abteilungsleiter in die Wüste geschickt wurde. „Er hat richtig Lust auf das neue TSV-Setup“, so Schröder. „Ich freu mich total“, sagt Leyer. Der dritte Mann in der Crew hat ebenfalls eine Landsberger Vergangenheit: Als Torwarttrainer kommt Dragan Kozul (55), der von 2007 bis 2009 als Keeper im Kader des TSV stand und zuletzt als Torwart- und Co-Trainer bei Türkgücü München und Türk Augsburg arbeitete, und gerade die A-Lizenz erwirbt. „Er macht sehr gutes Torwarttraining. Ich bin sehr happy, dass wir ihn verpflichten konnten“, so Schröder.
Für den neuen Coach kam die Anfrage aus Landsberg überraschend
„Die Anfrage aus Landsberg kam überraschend und kurzfristig“, verrät der neue TSV-Trainer. „Die Gespräche mit den Verantwortlichen haben mich ganz schnell und richtig überzeugt. Mit Leidenschaft, Identifikation und Herzblut kann hier etwas richtig Positives entstehen. Ich habe große Lust auf diese Aufgabe – nach drei Jahren Familien-Auszeit ist sie eine tolle Chance und Herausforderung für mich. Danke auch an meine Frau…“
Schröder, Angesteller einer Agentur für digitale Medien in Augsburg, gibt zu: „Ich war zwar in verschiedenen Konstellationen als Co-, spielender Co-Trainer und Interimscoach in Gundelfingen tätig, aber ich bin letztlich ein Novize in diesem Geschäft.“ Er ist sich aber sicher: „Das sehe ich sogar als Vorteil.“ Sein Ziel ist klar, da redet er nicht lange um den heißen Brei herum: „Der Klassenerhalt. Alles andere wäre vermessen.“ Und er fügt hinzu: „Ich bin überzeugt, dass wir mit harter Arbeit, Leidenschaft und großem Zusammenhalt auch in der Regionalliga eine gute Rolle spielen können.“
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren