Für den VfL Denklingen ist die Ausgangslage vor dem letzten Spieltag der Bezirksliga Oberbayern Süd klar und zugleich unerquicklich: Die Mannschaft wird die Saison auf einem Relegationsplatz beenden. Nach 29 Spieltagen stehen die Lechrainer mit 29 Punkten auf Rang 13, die direkte Rettung ist außer Reichweite, der Gang in die Verlängerung der Saison bereits beschlossen.
Bevor es aber in die alles entscheidenden Relegationsspiele geht, wartet am Samstag (14 Uhr) noch eine anspruchsvolle Aufgabe auf Christoph Schmitt und sein Team: Auswärts beim TSV Gilching-Argelsried, derzeit Tabellendritter und offensiv eines der stärksten Teams der Liga. Schon das Hinspiel war für Denklingen eine schmerzhafte Erfahrung. 0:4 hieß es damals am Buchweg.
„Wir wollen an unsere guten Leistungen der letzten Spiele anknüpfen und uns ganz auf unser Können verlassen“, gibt Trainer Christoph Schmitt als Devise für das letzte Auswärtsspiel der Saison aus.
Immer wieder verhinderten Rückschläge den entscheidenden Befreiungsschlag für den VfL Denklingen
Der Saisonverlauf des VfL erklärt, warum es nun in die Relegation geht. Auf einen schwierigen Herbst mit langer Durststrecke folgte im Frühjahr zwar eine Stabilisierung: wichtige Siege gegen direkte Konkurrenten wie Bad Heilbrunn oder im Kellerduell gegen Polling hielten die Hoffnung am Leben. Doch immer wieder verhinderten Rückschläge den entscheidenden Befreiungsschlag. Vor allem die Offensive blieb das größte Problemfeld.
Gerade deshalb dürfte die Partie in Gilching für Trainer Christoph Schmitt und seine Mannschaft weniger unter Ergebniskriterien bewertet werden, sondern als mentale und taktische Vorbereitung auf die Relegation.
Simon Ried und Dominik Karg sind gegen Gliching zumindest zeitweise am Start
Die zentrale Personalfrage lautet: Was passiert mit Simon Ried und Dominik Karg? Beide Leistungsträger wurden zuletzt eher dosiert eingesetzt, was mit Blick auf die anstehenden K.o.-Spiele nachvollziehbar ist. Verletzungen zum jetzigen Zeitpunkt wären fatal. Dennoch: „Beide werden am Samstag gegen Gilching dabei sein, wie lange sie eingesetzt werden, wird sich vor Ort zeigen. Simon Ried hat ja letzte Woche schon eine Halbzeit gespielt und das lief gut“, so Schmitt und ergänzt: „Ein Risiko gehen wir bei beiden Spielern auf jeden Fall nicht ein.
Trotzdem spricht vieles dafür, beide zumindest von Beginn an zu bringen. Warum? Weil Denklingen in Gilching genau das simulieren sollte, was in der Relegation gefragt sein wird: ein mutiger, konzentrierter Start. Zu oft wirkte der VfL in dieser Saison erst nach Rückständen wach. Gegen einen spielstarken Gegner wie Gilching bietet sich nun die Gelegenheit, den „Relegationsmodus“ früh zu aktivieren.
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