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Wann starten Neubau und Sanierung des Schulzentrums an der Platanenstraße in Landsberg?

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Landkreis im Sparmodus: Was bedeutet das für die Modernisierung des Schulzentrums in Landsberg?

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    Das Schulzentrum an der Platanenstraße in Landsberg soll saniert und erneuert werden. Das Foto zeigt die Hausmeisterwohnung (links) und die Containeranlage (rechts).
    Das Schulzentrum an der Platanenstraße in Landsberg soll saniert und erneuert werden. Das Foto zeigt die Hausmeisterwohnung (links) und die Containeranlage (rechts). Foto: Thorsten Jordan

    Es war ein Kraftakt. Nachdem die Regierung von Oberbayern den Haushalt des Landkreises Landsberg nicht genehmigt hatte, beschloss der Kreistag etliche Kürzungen, Streichungen und Verschiebungen, um insbesondere die dauerhafte Leistungsfähigkeit für die kommenden Jahre nachweisen zu können. Betroffen davon sind auch Schulprojekte im Landkreis. Die Sorge bei Schulleitungen, Elternbeiräten war groß, dass sie auf lang ersehnte Baumaßnahmen weiter warten müssen. Doch wie wirkt sich der Beschluss wirklich aus? Unter anderem für das Schulzentrum an der Platanenstraße in Landsberg.

    Das Schulzentrum im Westen der Stadt ist über 50 Jahre alt. Zwar wurden zwischen 2010 und 2012 die Klassentrakte und WC-Anlagen saniert, doch in den Fachräumen für Physik und Chemie hat sich seit 1974 kaum etwas verändert. Zudem reicht der Platz schon lange nicht mehr aus, weswegen seit 2008 auch in einer Containeranlage auf dem Pausenhof unterrichtet wird. Das soll sich ändern. Wie in einer Sitzung des Kreisausschusses im Juli vergangenen Jahres vorgestellt wurde, soll das Schulzentrum, in dem aktuell rund 1800 Gymnasiasten und Realschüler unterrichtet werden, für rund 60 Millionen Euro saniert und erweitert werden.

    Laut Landratsamt gibt es keine Änderung der Neubau- und Sanierungsmaßnahme

    Im aktuellen Beschluss des Kreistags finden sich für die ersten beiden Jahre Ausgaben in Höhe von drei Millionen Euro (2026) und zehn Millionen Euro (2027) für die Generalsanierung. Deutlich weniger als vorgesehen. Hochbau-Abteilungsleiter Ulrich Köbberling erläutert auf Nachfrage unserer Redaktion die Streckung der Haushaltsansätze. Seit Juli 2025 seien die Kostenberechnung und der Bauablaufplan nachgeschärft worden. Für das Jahr 2026 würden pro Schule rund 2,5 Millionen Euro weniger benötigt. Diese fünf Millionen Euro werden laut Köbberling nicht gestrichen, sondern an das Ende des Projekts geschoben. Für das Gesamtprojekt heißt dies: Keine terminliche und planerische Änderung der Neubau- und Sanierungsmaßnahme, lediglich eine mögliche terminliche Streckung im Bereich der Außenanlagen.

    Seit 2008 wurde in der Containeranlage (links) unterrichtet.
    Seit 2008 wurde in der Containeranlage (links) unterrichtet. Foto: Thorsten Jordan

    Eltern, Kinder und Lehrkräfte hatten bereits Sorge, dass sich die Maßnahme erneut verschiebt, weswegen es laut Informationen unserer Redaktion auch Gespräche zwischen Landratsamt und Schulleitung gab. Kritik an den baulichen Zuständen im Dominikus-Zimmermann-Gymnasium (DZG) und in der Johann-Winklhofer-Realschule (JWR) gibt es schon lange. Vorwiegend an den veralteten Fachräumen mit ihrem steil ansteigenden Gestühl und der vor knapp 20 Jahren errichteten und drei Jahre später erweiterten Containeranlage, die vom DZG genutzt wird. Laut aktuellem Zeitplan soll die Containeranlage als eine der ersten Maßnahmen in den Sommerferien auf den Pausenhof der JWR versetzt werden. Danach, so Ulrich Köbberling, erfolge die Einrichtung der Baustelle und der Abriss der Hausmeisterwohnung, die direkt an die Fahrradhalle anschließt.

    Auch ein begrünter Innenhof soll im Schulzentrum im Landsberger Westen entstehen

    Wie im Kreisausschuss im Juli 2025 erläutert wurde, erfolgen Umbau und Neubau in zwei Bauabschnitten. Um im ersten Abschnitt den Neubau im Osten des bestehenden Gebäudes errichten zu können, wird die bestehende Containeranlage auf den Pausenhof der JWR versetzt. Ist der Neubau fertiggestellt, werden die neu geschaffenen Räume von beiden Schulen gemeinsam genutzt, bis der zweite Bauabschnitt abgeschlossen ist. Der Neubau soll mit dem bestehenden Gebäude und der Sporthalle einen neu begrünten Innenhof bilden. Dort werden die von beiden Schulen gemeinsam genutzten Flächen (Aula, Mensa, Gruppenräume für die offene Ganztagsschule und Mehrzweckräume) angeordnet.

    Blick vom Pausenhof auf den geplanten Erweiterungsbau für das Dominikus-Zimmermann-Gymnasium.
    Blick vom Pausenhof auf den geplanten Erweiterungsbau für das Dominikus-Zimmermann-Gymnasium. Foto: guteOrte Architektur

    Durch den Abbau der darüber liegenden Stufensäle soll die Aula als zweigeschossiger, lichtdurchfluteter Raum gestaltet werden. Der naturwissenschaftliche Bereich des Gymnasiums wird aus dem Mitteltrakt in die oberen Geschosse der Erweiterung ausgelagert, die im Mitteltrakt frei werdenden Flächen nutzt die Realschule. Zwei der Stufensäle sollen erhalten bleiben. Die derzeit in der Containeranlage befindlichen Klassenzimmer des DZG werden in dem an die Aula angrenzenden Bereich des Mitteltrakts angeordnet. Die Mensa, die aktuell nur vom Gymnasium genutzt wird, soll ebenfalls erneuert und aufgrund des künftig auch an der Realschule angebotenen offenen Ganztags mittig zwischen beiden Schulen platziert werden. Die bisherige Mensa wird abgebrochen, um Platz für den Neubau zu schaffen.

    Wie Ulrich Köbberling auf Nachfrage unserer Redaktion sagt, sind für den ersten Abschnitt 1,5 bis zwei Jahre Bauzeit vorgesehen. Ziel sei die Fertigstellung im Sommer 2028. Weiterhin gehen Landratsamt und Fachplaner von Kosten in Höhe von rund 60 Millionen Euro aus. Der Landkreis erwartet rund 15,5 Millionen Euro an Fördermitteln.

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