Die Kunstwerke von Ali Nasseri sind aktuell fern von der Öffentlichkeit im Greifenberger Schloss untergebracht. Nicht der richtige Ort für seine Gemälde und Fotodrucke, die Werke müssen unter die Leute, ist sich der Neffe des Künstlers Maximilian Perfall sicher. Deshalb nimmt er auch gerne für den guten Zweck im Rahmen des Ellinor Holland Kunstpreises (am 20. September ab 18.30 Uhr im Landsberger Stadttheater) an einer Versteigerung teil. Der Erlös geht an die Kartei der Not, das Hilfswerk unserer Zeitung. Perfalls Onkel Ali Seif Nasseri, wurde 1950 in Buenos Aires als Sohn eines Iraners und einer Deutschen geboren. Nach einem Kunstgeschichte- und Bühnenbildstudium in Wien und Salzburg, war er als Bühnenbildner in Teheran und später in Landsberg. Im Landkreis mischte er die Kunstszene auf und war als Kulturmanager verantwortlich, für verschiedene Projekte, wie die Kulturstraße Via Claudia Augusta, das Poesiefestival Lyrik am Lech und zusammen mit seiner Ehefrau Manuela von Perfall für das Festival „h.und“. Im umgebauten ehemaligen Pferdestall neben dem Schloss wohnten die beiden, das Atelier des Künstlers befindet sich im ersten Stock. Als Kinder war das immer eine verwunschene Ecke voller Farbe und Leinwänden, sagt Perfall. Betritt man das Dachgestühl, scheint es, als habe sich seit dem Ableben hier nichts verändert, als könnte Nasseri gleich zurückkommen und an der Staffelei weitermalen.
Versteigerung Ellinor Holland Kunstpreis
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