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Kommentar: Die EU darf sich mit den US-Strafzöllen nicht abfinden

Kommentar

Die EU darf sich mit den US-Strafzöllen nicht abfinden

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    Setzt die EU mit Strafzöllen unter Druck: US-Präsident Donald Trump.
    Setzt die EU mit Strafzöllen unter Druck: US-Präsident Donald Trump. Foto: Susan Walsh/AP, dpa

    In Brüssel ist man bescheiden geworden. Die Europäische Kommission, die die Handelsgespräche mit den USA führt, ist schon froh, wenn die Strafzölle für europäische Produkte nicht erhöht, sondern „nur“ umverteilt werden. Warum man damit zufrieden sein sollte, wird allerdings nicht erkennbar.

    Dieser Mechanismus ist besonders perfide, weil er die Konzerne in großer Unsicherheit hält. Denn niemand weiß, ob er mit seinen Produkten beim nächsten Mal auf die US-Liste gerät. Das Ärgernis ist nicht nur die bewusste Absicht, mit der Washington europäische Betriebe beschädigt, sondern generell, dass diese Liste existiert.

    Trump halt Deutschland vor, sich in die Abhängigkeit Russlands zu begeben

    Doch wenn US-Präsident Donald Trump die Europäer beschädigen kann, tut er es. Das gilt auch für die Pipeline Nord Stream 2, wo Trump Deutschland vorhält, sich in die Abhängigkeit Russlands zu begeben.

    Das ökonomische Weltbild des US-Präsidenten ist einfach gestrickt: America first. Dass diese Politik in der Praxis auch Risiken, wenn nicht sogar große Gefahren für seine eigenen Betriebe beinhaltet, ignoriert Trump und macht weiter. Bis zu dem Tag, an dem er – was in Brüssel niemand offen sagt – hoffentlich abgewählt wird.

    Lesen Sie dazu auch: Bis zur Marmelade: USA bestrafen Deutschland mit Zöllen

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