Kaum scheint Newt Gingrich abgewehrt, wenden sich dessen Wähler Rick Santorum zu – die Basis bleibt unwillens, sich hinter Romney zu versammeln, und es ist kein Zufall, dass sich das gerade in Caucus-Staaten zeigt: Hier kommt es zum Kontakt mit den Wählern, und wo immer die vier Bewerber live zu erleben sind, wirken alle authentischer als Romney. Er hat sich von seinen Beratern in ein Korsett aus Phrasen und Gesten stecken lassen, hinter denen er selbst verschwindet. Dummerweise trägt er selbst dieses Korsett nicht überzeugend. Gingrichs Größenwahn, Santorums christlicher Eifer und Ron Pauls Zorn über vermeintliche Verfassungsbrüche sind alle echt. Wofür Romney glüht, ist nicht erkennbar. Solange sein Hauptargument kühle Managementqualitäten waren, wurde ihm das verziehen. Inzwischen kämpft er jedoch damit, dass sich die Wirtschaft auch ohne sein Zutun wendet. Warum also sollte man Romney wählen? Nicht nur sein Team, auch die Parteiführung muss darauf eine Antwort finden: Keinem der anderen Kandidaten traut man zu, Amtsinhaber Obama gefährlich zu werden.
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