Gartenstadt Im vergangenen Jahr gründeten ihn sieben Mitglieder – den ersten „Beez on Chains“, den Disc-Golf-Verein in der Gartenstadt. Der Vorsitzende Michael Fischer lud jetzt zum ersten Turnier in den Ostpark ein, auch Bürgermeister Klaus Holetschek spielte eine Runde mit.
Wie jüngst im Stadtrat beschlossen, wird der neue Verein seitens der Stadt eine kleine Finanzspritze bekommen, um einen festen Parcours installieren zu können. Zuerst hatten die Mitglieder den Ostpark dafür im Auge, doch der ist wohl zu stark frequentiert, sodass jetzt ein neuer Standort gesucht wird.
Vor allem ist Geschicklichkeit gefragt
Die „Bienen an Ketten“ zu „fesseln“ ist keine so leichte Aufgabe. Für die unterschiedlichen Entfernungen bis zum „Fangkorb“, gibt es drei verschiedene Frisbeescheiben. „Je leichter und dünner die Scheibe, desto weiter fliegt sie. Die dickere, abgerundete ist für die letzte kurze Strecke in den Korb bestimmt“, erklärt Fischer. Da gehört schon eine ganze Menge Geschicklichkeit dazu. Und die Berechnung für den Wurf? Da kann das Augenmaß noch so gut sein, kommt auch nur die kleinste Windböe, saust die Scheibe schnell am Ziel vorbei, beschreibt einen Bogen und landet eventuell in einem Baum, einem Strauch oder schlimmstenfalls im Teich. Für das erste Disc-Golf-Turnier waren die elf Körbe, normal sind 18 wie beim Golf, nur provisorisch im Ostpark aufgestellt. Diese Südstaatentour hatte Tobias Fuchs aus München ins Leben gerufen.
Geübte und weniger geübte Disc-Golfer trafen sich
Tanja Dörner aus Augsburg war die einzige weibliche Teilnehmerin. Aus Bad Wörishofen nahmen Michael Fischer, Dimitri Katin, Franz Rötzsch, Sascha Brandner und Luke Bolinth teil. Sebi Esser reiste aus Weilheim, Paul Davies aus Ofterschwang und Anton Reiser aus Schwabmünchen an. Aus München beteiligten sich Nils sowie Rudolf Haag und natürlich Tobias Fuchs. Augsburg war mit Swen Dörner, Murat Berker, Markus Plattek und Peter Gaßner vertreten. Es mussten drei Einzelrunden (je 1,5 Stunden) gespielt werden. In der Finalrunde trugen die drei Besten auf vier umgebauten Bahnen den Gewinn aus. Bis zum Schluss blieb es spannend. Das Spiel nennt sich „Disc-Golf“, da die Spielregeln dem Ballgolf sehr ähnlich sind.
Der große Wunsch von Michael Fischer ist ein Dauer-Parcours, nicht nur für Turniere, sondern, um mit Freunden immer wieder nur hingehen und spielen zu können. Durch die Kooperation mit der Stadt Bad Wörishofen und dem Kreisjugendring berichtete Arbeitserzieher und Quartiersmanager Robert Holzmann, dass für einen Dauer-Parcours alles in die Wege geleitet sei, zum Teil durch das Städtebauförderungs-Programm Soziale Stadt. „Wir schauen, dass wir den Verein unterstützen.“
An diesem Turniertag gab es etliche weitere Aktivitäten für Kinder und Jugendliche, Kaffee und Kuchen wurden ausgeschenkt und am Ende konnten drei Gewinner geehrt werden.
Punkte werden wie beim Golf gezählt
Jede Bahn eines Kurses ist mit einem Par versehen, also einer vorgesehenen Anzahl an Würfen. Üblich sind Par 3 und 4. Der typische Ablauf an Würfen auf einer Par 3-Bahn wäre Abwurf (Drive), Annäherung (Approach) und Putt also analog des Golfsports.
Den besten Platz erzielte Markus Plattek mit minus zwei Würfen. 33 Würfe mussten pro Runde geschafft werden, insgesamt waren es 111 Würfe. Tobias Fuchs kam mit +2 auf den zweiten und Peter Gaßner mit +3 auf den dritten Platz. Michael Fischer überreichte den Siegern die Preise und sagte: „Vielen Dank an euch. Es hat viel Spaß gemacht und es war alles optimal.“
Selbst Petrus scheint ein Disc-Golfer zu sein
Sogar Petrus sei ein „Disc-Golfer“, scherzte Robert Holzmann. Bis auf einige Tropfen Regen und Windböen habe er das Wetter „klar“ gemacht.
Der Disc-Golf-Verein trifft sich immer dienstags ab 16 Uhr im Ostpark. Weitere Infos erteilt Michael Fischer gerne unter der Telefonnummer 08247/ 997537.