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Mindelheim: Friedhof in Mindelheim: Neuer Service für die letzte Ruhe

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Friedhof in Mindelheim: Neuer Service für die letzte Ruhe

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    In Zukunft soll es in Mindelheim neue Bestattungsformen geben.
    In Zukunft soll es in Mindelheim neue Bestattungsformen geben. Foto: Unfried (Archivfoto)

    Noch vor 20 Jahren gab es in Mindelheim konkrete Pläne, im Nordosten der Kreisstadt einen neuen Friedhof anzulegen. Längst ist klar: Obwohl die Stadt weiter wächst, braucht es immer weniger Platz für die Verstorbenen. Der bestehende Friedhof reicht völlig aus. Der Grund: Immer mehr Verstorbene lassen sich verbrennen. Statt eines Erdgrabes genügt ein Platz in einer Urnenwand. Jetzt hat die Stadt ihr Angebot noch um zwei weitere Bestattungsarten ausgeweitet.

    Wie Birgit Neher von der Friedhofsverwaltung vor dem Ferienausschuss des Stadtrates im Forum erläuterte, wird eine Gemeinschaftsgrabanlage geschaffen, die dauernd von einer anerkannten Gärtnerei gepflegt wird. Das könnte vor allem für jene Angehörigen eine gute Möglichkeit werden, die entweder fern von Mindelheim leben oder aus gesundheitlichen Gründen kein Grab mehr pflegen können. Bürgermeister Stephan Winter nannte das neue Angebot eine Mischform zwischen anonymer Grabanlage und einem Einzelgrab.

    Gemeinschaftliches Grabfeld mit Platz für 48 Urnen

    Auf dem Grabfeld sollen 48 Urnen Platz finden. Dazu gibt es einen einheitlich gestalteten Grabstein, auf dem lediglich die Vor- und Nachnamen der Verstorbenen in gleicher Schrift vermerkt werden. Mögliche Varianten sind Einzelurnengräber und Partnerurnengräber, beides in Verbindung mit einer Dauergrabpflege.

    Wer diese Form der Bestattung wählt, schließt einen Vertrag mit der Treuhandgesellschaft bayerischer Friedhofsgärtner ab. Dieser ist auf zehn Jahre befristet. Diese Organisation betraut einen Gärtner mit den Arbeiten. Dieser sorgt verbindlich für eine Frühjahrs-, Sommer- und Herbstbepflanzung. Für diese Dienstleistung werden je Urne pro Jahr 120 Euro verlangt. Für ein Partnerurnengrab sind es laut Neher rund 200 Euro im Jahr. Bezahlt werden muss im Voraus für das Jahrzehnt. Hinzu kommen noch die Gebühren an die Stadt. Für ein Einzelurnengrab in dieser Gemeinschaftsgrabanlage kommen 35 Euro pro Jahr hinzu. Für ein Partnergrab sind es 66 Euro. Wer das Urnengrab länger gepflegt haben möchte, für den kommt diese Form der Bestattung nicht in Frage. Die Pflege ist auf zehn Jahre befristet. Danach werden die Gräber aufgelöst. Eine Verlängerung sei nicht möglich, ergänzte Bürgermeister Winter.

    Auch Baumgräber soll es geben - zunächst aber nur in Nassenbeuren

    Als zweite Neuerung soll es Baumgräber geben, zunächst allerdings nur auf dem Friedhof Nassenbeuren. Hier werden die Urnen im Kreis um einen gepflanzten Baum im Boden eingelassen. Die Gebühren für die übrigen Grabarten bleiben gleich. Sie betragen pro Jahr:

    • Einfaches Familiengrab: 62 Euro
    • Doppel-Familiengräber: 111 Euro
    • Urnenerdgrab: 47 Euro
    • Urnennischen in Urnenwänden: 96 Euro
    • Urnennischen in Urnenstelen: 101 Euro
    • Urnenerdkammer: 99 Euro
    • Urnenerdgräber mit Pflastereinfassung: 88 Euro
    • Anonymes Urnenerdgrab: 28 Euro.
    • Bei Mehrfamiliengräbern je weiterer Grabstelle: 48 Euro

    Hinzu kommen noch weitere Gebühren. 162 Euro werden pauschal für die Verwaltung berechnet, 81 Euro für die Inanspruchnahme der Friedhofseinrichtungen. Für Friedhofswärter, Benutzung des Leichenhauses, Grabherstellung und anderes fallen weitere Gebühren an.

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