Von der Ortsausfahrt Mindelheim ist es nicht weit bis Apfeltrach. Kurz vor der Ortschaft geht es links in einen Hof hinein. Ställe, große Hallen, breite Wege – dahinter offene Felder. Am Ende des Hofwegs steht ein Wohnhaus. Begrüßt wird man von einer neugierigen Katze, die zwischen den Gebäuden auftaucht. Dann geht die Tür auf und Hugo Mayer kommt lachend heraus: „Da springen mehrere von denen herum.“
Mayer ist Mitglied keiner Partei, dennoch will er bald politische Verantwortung übernehmen. Der 51-Jährige ist verheiratet und betreibt einen milchwirtschaftlichen Betrieb mit Grünland und Ackerbau. Ab März könnte eine weitere Aufgabe hinzukommen: Mayer möchte Bürgermeister von Apfeltrach werden. In der Gemeinde ist er der einzige Kandidat, der sich aufstellen lässt.
Apfeltrach im Herzen: Vom Gemeinderat zum Amt des Bürgermeisters
Ganz neu ist das Terrain für ihn nicht. Im Gegenteil: Er war schon einmal Gemeinderat – zwölf Jahre lang, wie er erzählt. „Allerdings mit Pause“, sagt der 51-Jährige. In dieser Zeit abseits des Sitzungssaals hat er sich dennoch nicht zurückgezogen. Stattdessen übernahm er mehrere landwirtschaftliche Ehrenämter. „Ich kehre zurück zu den Wurzeln“, beschreibt er seinen Wunsch, den Bürgermeisterposten zu besetzen. Auch im Dorfleben ist er präsent: Er sei aktiv in allen Vereinen außer dem Musikverein. Für Mayer ist Gemeinde nicht nur Verwaltung, sondern vor allem Menschen und Begegnungen.
Dass er am 8. März bei der Kommunalwahl kandidiert, hat auch mit einem Wechsel zu tun. Die designierte Bürgermeisterin Karin Schmalholz tritt nach über 15 Jahren im Amt nicht mehr an. Mayer übernimmt also nicht nur ein Mandat, sondern auch Erwartungen: Was soll anders werden? Der Kandidat bleibt an dieser Stelle bewusst zurückhaltend. Er sei zuletzt nicht im Gemeinderat gewesen, deshalb könne er jetzt noch schlecht sagen, was als Erstes zu verändern wäre.
Ein Optimist für die Gemeinde Apfeltrach
Gleichzeitig ist sein Eindruck über die bisher geleistete Arbeit in Apfeltrach klar: „Wer auf der Bürgerversammlung gewesen ist, hat gemerkt, dass es bei uns in der Gemeinde nicht so schlecht gelaufen ist.“ Es gebe sicherlich Punkte, die man angehen müsse, stellt der 51-Jährige trotzdem fest.
Zum Schluss soll er sich in drei Wörtern beschreiben. Mayer muss nicht lange überlegen: „Ich bin ein Optimist, hilfsbereit und gesellig.“ Während die Katze wieder irgendwo zwischen Stall und Hofeinfahrt verschwindet, bleibt der Eindruck eines Kandidaten, der nicht über den Dingen steht, sondern mittendrin.
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