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Große Trauer in Bad Wörishofen: Martin Steinle war Gastgeber aus Leidenschaft

Bad Wörishofen

Trauer in Bad Wörishofen: Martin Steinle war Gastgeber aus Leidenschaft

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    Martin Steinle ist völlig überraschend gestorben. Er war einer der bekanntesten Hoteliers im Unterallgäu.
    Martin Steinle ist völlig überraschend gestorben. Er war einer der bekanntesten Hoteliers im Unterallgäu. Foto: Dehoga (Archivbild)

    Das Kurhotel Steinle gehört zu den renommiertesten Kneippkur-Hotels in Bad Wörishofen und im Unterallgäu. Jetzt ist Hotelier Martin Steinle völlig überraschend und viel zu früh im Alter von 64 Jahren verstorben. Für viele Kneippstädter war dies eine Schocknachricht. Steinle war vielfältig engagiert, unter anderem als stellvertretender Kreisvorsitzender des Hotel- und Gaststättenverbandes.

    Martin Steinle war ein überaus aufgeschlossener und zuvorkommender Mensch, der sich allseits großer Beliebtheit erfreute. Seine Eltern betrieben zuvor den weithin bekannten Gasthof Rössle, bauten sich jedoch ab 1968 in der Hahnenfeldstraße ein eigenes Kurheim auf. Dieses wurde mehrfach bis hinüber zum Gärtnerweg zum großen Hotel erweitert. Martin war ihr einziger Sohn.

    2003 heiratete er seine Frau Petra und übernahm mit ihr um 2010 nach entsprechender Ausbildung selbst den Betrieb seiner Eltern. Diesen führte er nicht nur als Beruf, sondern mit viel Herzblut und als überzeugter Hotelier. Dass ihm die Kneippstadt besonders am Herzen lag, kommt auch dadurch zum Ausdruck, dass er sich über viele Jahre als Ortsvorsitzender und im Kreisverband des bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes einbrachte. Außerdem war er 22 Jahre als Aufsichtsrat bei der Genossenschaftsbank Unterallgäu tätig. Für die Stadt selbst war er immer wichtiger Ansprechpartner, wenn es um Fragen zum Kur- und Tourismusbetrieb ging. Steinle war zuletzt beratendes Mitglied des Kurausschusses, wo seine Meinung geschätzt wurde.

    In seiner knapp bemessenen Freizeit machte er gerne einmal größere Radtouren, auch mit dem Rennrad, fuhr gerne Ski oder machte Ausflüge mit seinem Hund. In der Stadt war er oft mit seinem Lastenrad unterwegs und hatte dabei für jeden stets ein freundliches Wort übrig.

    Um ihn trauern neben seiner Frau Petra, die drei Söhne, die Angehörigen und wohl auch viele Bürgerinnen und Bürger der Kneippstadt. Die Trauerfeier findet am Donnerstag, 18. Juni, um 10 Uhr in St. Justina statt, anschließend ist die Beisetzung auf dem Friedhof.

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