Heerscharen von Zivilpolizisten auf dem Gelände. Festivalbesucher, die sich bei Kontrollen bis auf die Unterhose und darüber hinaus ausziehen müssen. Und an jeder Ecke Beamte, die einen auf Drogen ansprechen... Glaubt man den Schilderungen mancher Ikarus-Gäste der vergangenen Jahre in sozialen Medien, führt die Polizei auf dem Elektro-Festival im Allgäu ein strenges Regiment.
Grund genug, um nachzufragen: Wie massiv sind die Polizeikontrollen auf dem Ikarus? Wie läuft eine Personenkontrolle auf Drogen ab? Und wie viele Polizisten sind rund um das Festival 2026 im Einsatz? Polizeisprecher Johannes Stoll vom Präsidium Schwaben Süd/West in Kempten steht der Allgäuer Zeitung Rede und Antwort.
Wie bereitet sich die Polizei im Allgäu auf eine Massenveranstaltung mit bis zu 120.000 Besuchern vor?
JOHANNES STOLL: Die Vorbereitungen auf diesen Einsatz haben bereits vor Monaten begonnen. Als Polizei sind wir für den Veranstaltungsschutz zuständig. Das heißt, wir besprechen mit den zuständigen Behörden wie dem Landratsamt Unterallgäu und der Verwaltungsgemeinschaft Memmingerberg die Sicherheitskonzepte. Wenn das Festival dann beginnt, sind unsere Beamtinnen und Beamten vor Ort für die Sicherheit der Festivalbesucher, aber auch für die Sicherheit der Menschen, die in der Umgebung wohnen, zuständig.
Gäste der vergangenen Jahre berichteten von einer großen Polizeipräsenz auf und um das Gelände, aber auch auf den Zufahrtsstraßen und an Orten wie dem Bahnhof in Memmingen. Wie viele Polizistinnen und Polizisten sind zum Ikarus-Festival 2026 im Einsatz?
STOLL: Aus taktischen Gründen werde ich keine genaue Zahl nennen. An den vier Tagen von Freitag bis einschließlich Montag wird sich die Zahl unserer Einsatzkräfte aber im vierstelligen Bereich bewegen.
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