Andreas Kleine ist der Technische Leiter des Mindelheimer Krankenhauses und kennt die Baustelle wie kein Zweiter.Foto: Melanie Lippl
Dass sich auf dem Mindelheimer Klinikgelände in den vergangenen Monaten einiges getan hat, ist inzwischen nicht mehr zu übersehen: An der Bad Wörishofer Straße ragt bereits der Rohbau des neuen Funktionsgebäudes in die Höhe. In der jüngsten Sitzung des Kreis-Bauausschusses erläuterte Marie Demuth, Geschäftsführerin am Klinikverbund Allgäu, wie weit die Bauarbeiten bereits gediehen sind, welche Arbeiten in den nächsten Monaten anstehen und auch, in welcher Höhe sich der Landkreis voraussichtlich an den Kosten des ersten Bauabschnitts beteiligen wird.
„Wir sind mit unserem Rohbau so gut wie fertig“, sagte Demuth. Die Kräne seien bereits abgebaut worden, „alles schreitet termingerecht voran“. Bereits im März haben die Arbeiten im Inneren begonnen: In den nächsten Monaten folgen der Innenausbau, Technik und Medizintechnik und die Fassade. Wie sie einmal aussehen wird, zeigt ein Fassadenmuster, das nahe dem Haupteingang aufgestellt wurde. In dem Gebäude, das Ende 2027 fertig sein soll, werden später unter anderem die Notaufnahme, die Radiologie und Endoskopie, OP- und Kreissäle sowie die Küche untergebracht sein.
Der Anteil des Landkreises an dem Klinikneubau ist gedeckelt
Für den ersten Bauabschnitt gibt es eine Förderung von knapp 42,21 Millionen Euro. Nach derzeitigem Stand könnte er 108,11 Millionen Euro kosten, vor drei Jahren lag die Schätzung noch bei 101,83 Millionen Euro. Aufgrund der gestiegenen Baupreise hat sich der Anteil des Landkreises von zuletzt 47,91 Millionen Euro auf nun 51,16 Millionen Euro erhöht. Er ist an den Baupreisindex zur mittleren Bauzeit gekoppelt, die – wenn die Termine weiter eingehalten werden können – vergangenen November erreicht war. Das bedeutet, dass die Kosten für den Landkreis im besten Fall nicht weiter steigen. Landrat Alex Eder ist jedenfalls froh, dass die Kreisrätinnen und -räte die Beteiligung des Landkreises seinerzeit gedeckelt haben und es bislang „keine großen Ausreißer gibt, was Kosten und Termine betrifft“.
Auch für den zweiten Bauabschnitt des neuen Mindelheimer Krankenhauses gibt es eine Förderung des Freistaats
Sobald dieser erste Bauabschnitt abgeschlossen ist, geht es gleich mit dem zweiten weiter, dem neuen Bettenhaus. Dieses wurde bereits in das Krankenhausbauprogramm des Freistaats aufgenommen und erhält eine Förderung in Höhe von 54,63 Millionen Euro.
Parallel zu den neuen Klinikgebäuden entsteht in unmittelbarer Nachbarschaft in der Krankenhausstraße ein neues Personalwohnheim. Die Klinik ist hier allerdings nur Generalmieterin, gebaut werden die 40 bis 50 Wohneinheiten von der Wohn-Baugesellschaft Mindelheim. Vor Kurzem fand der Spatenstich statt, 2028 sollen die ersten Klinikmitarbeiterinnen und -mitarbeiter einziehen können.
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