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Saatgutmarkt lockt zahlreiche Hobbygärtner mit Raritäten und Bio-Produkten nach Kirchheim

Kirchheim

Unterallgäuer Saatgutmarkt lässt die grünen Daumen jucken

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    Das Interesse war groß beim Unterallgäuer Saatgutmarkt in Kirchheim. Zahlreiche Besucher informierten sich und nahmen auch Samen und Pflänzchen mit nach Hause.
    Das Interesse war groß beim Unterallgäuer Saatgutmarkt in Kirchheim. Zahlreiche Besucher informierten sich und nahmen auch Samen und Pflänzchen mit nach Hause. Foto: Ulla Gutmann

    Gelungener Frühstart ins Gartenjahr: Zahlreiche gartenbegeisterte Menschen trafen sich in Kirchheim, um beim Saatgutmarkt nach Herzenslust im Angebot der Aussteller zu stöbern. Bewährte Sorten fanden sich dort ebenso wie Raritäten, die den eigenen Garten bunter und nahrhafter machen. Besonders im Fokus stand dieses Jahr die Kartoffel-Vielfalt. Christian Müller aus Aletshofen bei Ettringen ist Fachmann auf diesem Gebiet. Er hielt einen Vortrag zum Thema „Sieglinde darf nicht sterben – vom leisen Verschwinden beliebter Kartoffelsorten“ und hatte auch viele alte Kartoffelsorten mitgebracht, die die Gäste mitnehmen konnten, um sie selbst einzupflanzen. Nicht nur „Sieglinde“, sondern auch „Laura“, die rotschalige „Afra“ oder die „Blaue Anneliese“ waren da vertreten. „Moderne Kartoffelsorten schmecken oft fad“, wusste er und dass bei Blindverkostungen leicht festzustellen sei, dass die farbigen oder sehr alten Sorten deutlich aromatischer schmeckten. Dazu gehört auch die Sorte „Russet Burbank“, die es seit 1902 in den USA gibt. „Die ersten Pommes Frites wurden aus ihr gebraten“, so Müller. 

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