Startseite
Icon Pfeil nach unten
Mindelheim
Icon Pfeil nach unten
Mindelheim
Icon Pfeil nach unten

Unterallgäu: So pendeln die Beschäftigten im Unterallgäu

Unterallgäu

So pendeln die Beschäftigten im Unterallgäu

  • |
  • |
  • |
    Das Auto ist für Pendler in Deutschland mit Abstand das wichtigste Verkehrsmittel auf dem Weg zur Arbeit.
    Das Auto ist für Pendler in Deutschland mit Abstand das wichtigste Verkehrsmittel auf dem Weg zur Arbeit. Foto: Fabian Sommer (dpa)

    Mit dem Auto durch den Feierabendverkehr kriechen oder auf der Autobahn im Stau stehen – das erleben Beschäftigte aus dem Landkreis Unterallgäu immer wieder. Denn besonders viele pendeln zu ihrer Arbeitsstelle. Laut dem IHK-Pendleratlas hat der Landkreis ein deutliches Pendlerdefizit. Das bedeutet, dass mehr Menschen zu ihrer Arbeitsstelle hinaus pendeln, als Personen herkommen.

    Das Defizit liegt bei rund 10.600 Beschäftigten. Im Landkreis fahren 29.169 Bürger und Bürgerinnen für die Arbeit zu einem anderen Ort. Hingegen pendeln 18.534 Menschen von außerhalb zu einem Job im Landkreis Unterallgäu.

    Pendeln gehört für viele Schwaben zum Alltag

    Damit geht es dem Landkreis wie vielen anderen in Bayerisch-Schwaben: In 82 Prozent der Gemeinden in Schwaben verlassen mehr Beschäftigte den Wohnort, als dass Arbeitnehmende herfahren. Pendeln gehört für viele in Schwaben zum Alltag. Das Defizit liegt in Schwaben bei knapp 50.000 Beschäftigten. Eine große Anziehungskraft hat besonders die Landeshauptstadt München.

    Viele aus Augsburg und der Umgebung pendeln an die Isar. Auch in städtischen Regionen, wie Augsburg, Kaufbeuren, Kempten, Memmingen, kommen viele. Auch Mindelheim gehört zu den Magneten, die Arbeitnehmer anziehen. Die Grob-Werke spielen hier die wichtigste Rolle. 8957 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fahren täglich von außen nach Mindelheim. 3449 Mindelheimer arbeiten auswärts. Wo es die Beschäftigten hinzieht, hat die IHK Schwaben mit den Pendlerdaten der Agentur für Arbeit nachvollzogen.

    Wenig überraschend ist, dass es in den Dörfern deutlich mehr Auspendler als Einpendler gibt. Das liegt schlicht daran, dass die großen Arbeitgeber sich eben in den Städten befinden. Trotz der gut 18.500 Personen, die in die Region für ihren Job pendeln, ist der Bedarf für Fachkräfte hoch: Die Unternehmen im Unterallgäu suchen nahezu in allen Branchen nach Menschen, die den Weg der beruflichen Bildung gegangen sind oder eine akademische Laufbahn hinter sich haben. „Vor Ort leben viele gut ausgebildete Fachkräfte. Wenn es uns gelingt, ihnen auch im Landkreis Unterallgäu mehr berufliche Perspektiven zu geben, könnten wir im Wettbewerb um die besten Köpfe Boden gutmachen“, sagt Niklas Gouverneur, Wirtschaftsforscher der IHK Schwaben, der am IHK-Pendleratlas gearbeitet hat. Denn das Problem werde immer größer. In der Konjunkturumfrage ist der Fachkräftemangel nach den stark steigenden Energie- und Rohstoffpreisen das von den Unternehmen am häufigsten genannte Risiko.

    Die meisten Pendlerinnen und Pendler nutzen das Auto

    68 Prozent der Berufspendler nutzen übrigens das Auto. Zehn Prozent fahren Rad, sieben Prozent kommen zu Fuß, fünf Prozent nutzen U- und Straßenbahn, fünf Prozent die Bahn und ein Prozent kommt mit motorisierten Zweirädern. Seit der Pandemie arbeiten viele Arbeitnehmende im Homeoffice. Aber wie sich das künftig auf die Pendlerströme auswirkt, ist unklar.

    Die IHK-Studie zeigt nicht, wie viele der Pendler von zu Hause aus arbeiteten und nicht zur Arbeit fahren mussten. Der IHK-Experte ist sich sicher: Auch wenn das mobile Arbeiten nach Corona weiterhin stark genutzt werden sollte, bleibt der Bedarf an einer starken Infrastruktur hoch.

    So viele Ein- und Auspendler gibt es in den Gemeinden im Unterallgäu

    • Amberg 51/654
    • Apfeltrach 67/ 402
    • Babenhausen 1917/1591
    • Bad Grönenbach 1681/1792
    • Bad Wörishofen 3674/3940
    • Benningen 780/884
    • Böhen 77/260
    • Boos 140/819
    • Breitenbrunn 118/894
    • Buxheim 699/1127
    • Dirlewang 195/851
    • Egg 153/473
    • Eppishausen 263/769
    • Erkheim 1031/1206
    • Ettringen 562/1251
    • Fellheim 180/459
    • Hawangen 724/508
    • Heimertingen 922/697
    • Holzgünz 289/561
    • Kammlach 316/782
    • Kettershausen 64/779
    • Kirchhaslach 75/573
    • Kirchheim 916/901
    • Kronburg 172/705
    • Lachen 125/773
    • Lauben 95/536
    • Lautrach 537/406
    • Legau 745/1068
    • Markt Rettenbach 345/1436
    • Markt Wald 168/873
    • Memmingerberg 714/1429
    • Mindelheim 8957/3449
    • Niederrieden 68/612
    • Oberrieden 32/479
    • Oberschönegg 0/374
    • Ottobeuren 1760/2675
    • Pfaffenhausen 1289/887
    • Pleß 75/357
    • Rammingen 182/602
    • Salgen 311/606
    • Sontheim 210/1111
    • Stetten 309/586
    • Trunkelsberg 49/636
    • Türkheim 2084/2247
    • Tussenhausen 488/1219
    • Ungerhausen 361/453
    • Unteregg 81/535
    • Westerheim 196/940
    • Wiedergeltingen 318/582
    • Winterrieden 0/430
    • Wolfertschwenden 3245/626
    • Woringen 560/935
    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden