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60 Seniorenwohnungen in Gerlenhofen: Neuer Investor übernimmt Projekt bei der Ulrichshalle

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60 Seniorenwohnungen mitten im Ort: Ein neuer Investor übernimmt das Projekt in Gerlenhofen

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    Die Visualisierung zeigt, wie die neuen Gebäude an der Gotenstraße einmal aussehen sollen. Heute steht dort noch die alte Ulrichshalle.
    Die Visualisierung zeigt, wie die neuen Gebäude an der Gotenstraße einmal aussehen sollen. Heute steht dort noch die alte Ulrichshalle. Foto: Team Rannow Architekten

    An der Zukunft des Areals der Ulrichshalle in Gerlenhofen tüftelt die Stadt Neu-Ulm schon eine ganze Weile. Ursprünglich sollte ein Investor dort Seniorenwohnungen und eine neue Kita bauen. Doch es fand sich kein Unternehmen, das beides übernehmen wollte. Also beschloss die Stadt, die Kita in Eigenregie zu errichten und den Bau der Wohnungen zu vergeben. Jetzt gab es eine erneute Wendung. Der bisherige Investor zog zurück, der Pflegedienstleister Illersenio übernimmt. Was ändert sich dadurch an dem Bauvorhaben in dem Neu-Ulmer Stadtteil?

    Im Neu-Ulmer Stadtteil Gerlenhofen baut Illersenio Seniorenwohnungen und ein Café

    Im Februar vorigen Jahres hatte der Stadtrat beschlossen, das Grundstück an der Gotenstraße in Gerlenhofen an die Firma Gapp Holzbau aus Öpfingen zuzuteilen. Geplant war eine Umsetzung mit Gapp als Bauunternehmen und Investor sowie den Johannitern als Betreiber. Doch zwischenzeitlich erfuhr die Stadt, dass das in dieser Konstellation nicht umsetzbar ist. Als Grund werden in der Beschlussvorlage zur jüngsten Stadtratssitzung fehlende Kapazitäten aufseiten der Johanniter genannt. Verwirklicht wird das Projekt nun von Illersenio als Investor, Bauträger und Betreiber, während Gapp als ausführendes Unternehmen eingebunden bleibt.

    Grundlage bleibt das Konzept des Ulmer Büros Team Rannow Architekten, das vier Gebäude an der Gotenstraße sowie Richtung Keltenweg vorsieht. Zu dem geplanten Ensemble gehört auch ein Café. Insgesamt sollen 69 neue Wohnungen entstehen. Die Wohnfläche beträgt rund 5000 Quadratmeter. Laut Illersenio sind Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen geplant, in einem Mix aus barrierefreien Seniorenwohnungen, gefördertem Wohnraum und Personalwohnungen. Damit entstehe eine soziale Durchmischung, die das Quartier langfristig trage.

    Weil das Betreiberkonzept betreutes Wohnen vorsieht, wird es weniger Parkplätze geben als zunächst geplant. Ursprünglich waren 46 Stellplätze für 55 Seniorenwohnungen, 20 Stellplätze für 14 Personalwohnungen sowie drei Stellplätze für Café und Betreuungsbüro vorgesehen. Statt 69 soll es jetzt nur noch 45 Parkplätze geben. Die Zahl der Seniorenwohnungen wird auf 60 erhöht, dafür sind es nur neun Personalwohnungen.

    Der in der Neu-Ulmer Stellplatzsatzung vorgesehene Schlüssel von 1,3 Parkplätzen pro Wohnung wäre für den Investor unverhältnismäßig teuer und somit nicht rentabel, erläuterte der scheidende Stadtbaudirektor Markus Krämer. Bei betreutem Wohnen sei der Stellplatzbedarf deutlich geringer, weshalb ein Schlüssel von 0,5 Parkplätzen pro Wohnung angesetzt wird. „Das gehört zum Gesamtpaket“, so Krämer. Dies müsse allerdings im Bebauungsplan geregelt werden. Die Nutzung als Seniorenwohnungen soll im Grundbuch gesichert werden. Der Stadtrat beschloss einstimmig die Zuteilung des 4500 Quadratmeter großen Grundstücks an Illersenio. Der Kaufpreis beträgt 1,9 Millionen Euro.

    Die alte Halle in der Gotenstraße in Gerlenhofen wird im November abgerissen

    Noch steht die alte Mehrzweckhalle in der Ortsmitte von Gerlenhofen. Laut dem neuen Stadtbaudirektor Jörg Oberle soll sie im November dieses Jahres abgerissen werden. Nach den Plänen von Illersenio soll auf dem frei werdenden Grundstück „ein Quartier wie ein kleines Dorf im Dorf“ entstehen. Die Gebäude werden in Holzbauweise im Effizienzhaus-Standard mit Wärmepumpe und Fotovoltaik geplant.

    Der Pflegedienstleister Illersenio, hinter dem der Caritasverein Illertissen steht, betreibt in der Region zahlreiche Seniorenwohnungen und Pflegeeinrichtungen, etwa in Vöhringen, Weißenhorn, Illertissen und Laupheim. Zuletzt wurden Pläne für die derzeit noch brachliegende „Kässbohrer-Insel“ in Senden vorgestellt. Dort will das Vöhringer Unternehmen die Anlage „Seerosenpark“ mit 170 Wohnungen für Seniorinnen und Senioren bauen.

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