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Landkreis Neu-Ulm

27.10.2020

Corona-Ampel im Kreis Neu-Ulm kurz vor Dunkelrot: Was würde das bedeuten?

Die Zahl der Neuinfektionen steigt weiter, die Maßnahmen im Landkreis Neu-Ulm könnten bald verschärft werden.
Bild: Christian Dittrich/dpa

Plus Die Sieben-Tage-Inzidenz könnte im Kreis Neu-Ulm bald die nächste, dunkelrote Stufe erreichen. Das hätte laut Corona-Ampel neue Einschränkungen zur Folge.

Im Landkreis Neu-Ulm gilt weiterhin die Corona-Stufe Rot. Die Sieben-Tage-Inzidenz im gesamten Landkreis lag am Dienstag bei 93,91. Das teilte das Landratsamt mit. Als einziges Bundesland in Deutschland hat der Freistaat Bayern bei der Corona-Ampel ab einem Inzidenzwert von 100 noch eine weitere Stufe eingeführt: dunkelrot. Die könnte der Landkreis Neu-Ulm bald erreicht haben. Welche Folgen hätte das?

Aktuell gelten im Landkreis Neu-Ulm bei der Corona-Stufe Rot noch folgende Regeln:

  • Maximal fünf Personen oder Mitglieder aus zwei Haushalten dürfen sich privat und im öffentlichen Raum treffen.
  • Private Feiern sind mit maximal fünf Personen oder Mitgliedern aus zwei Haushalten erlaubt.
  • Ab 22 Uhr gilt eine Sperrstunde.
  • Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen sowie ein Alkoholverkaufsverbot an Tankstellen.

Corona-Ampel im Landkreis Neu-Ulm: Diese Regeln gelten bei Dunkelrot

Die neue Stufe "Dunkelrot" gilt in Bayern dann, wenn die Zahl von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen in einer Region überschritten wird. Der Landkreis Neu-Ulm steht kurz davor. Sollte die Schwelle überschritten werden, verschärfen sich die Regeln bereits am darauffolgenden Tag folgendermaßen:

  • Bei Veranstaltungen sind maximal 50 Teilnehmer erlaubt. Das gilt für nahezu alle Veranstaltungen – etwa in Theater, Kino oder Vereinen. Von der Regel ausgenommen: zum Beispiel Gottesdienste, Demonstrationen, Hochschulen.
  • Die Sperrstunde für die Gastronomie gilt bereits ab 21 Uhr.
  • Die Vorgaben für Treffen, private Feiern und das Alkoholverbot bleiben gleich - wie bei der Stufe Rot.

Sollte der Inzidenzwert die Marke von 100 überschreiten, orientiere sich der Landkreis Neu-Ulm an den Vorgaben für ganz Bayern. Die Höhe der bei Corona-Verstößen fälligen Bußgelder würde sich nicht verändern, so ein Sprecher des Landratsamtes. Folgendes Schaubild verdeutlicht die Corona-Strategie in Bayern und damit auch dem Landkreis Neu-Ulm:

Die Corona-Ampel in Bayern mit der Extra-Stufe "dunkelrot" ab einem Sieben-Tage-Inzidenz von über 100.
Bild: Landratsamt Neu-Ulm

17 Schulklassen und ein Sprachkurs im Landkreis Neu-Ulm in Corona-Quarantäne

Insgesamt wurden im Landkreis Neu-Ulm 1139 bestätigte Fälle gemeldet. Das sind 16 mehr als noch am Montag. Über das Wochenende kamen 74 neue Fälle hinzu. Das Neu-Ulmer Gesundheitsamt arbeitet "am Anschlag", so der Sprecher des Landratsamtes.

Für eine Schulklasse aus Neu-Ulm endete am Dienstag die Quarantäne. Neu in Quarantäne befinden sich jedoch fünf Schulklassen in Weißenhorn, drei Schulklassen und ein Sprachkurs in Neu-Ulm sowie eine Schulklasse in Vöhringen. Damit sind nach Angaben des Landratsamtes aktuell insgesamt 17 Klassen und ein Sprachkurs (Neu-Ulm, Illertissen, Vöhringen, Weißenhorn) sowie zwei Gruppen einer Kindertageseinrichtung in Nersingen-Oberfahlheim in Quarantäne.

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