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Kommentar: Coronavirus: Besonnenheit ist jetzt wichtig

Kommentar

Coronavirus: Besonnenheit ist jetzt wichtig

Michael Ruddigkeit
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    Das Coronavirus hat auch den Landkreis Neu-Ulm erreicht. Gerade jetzt ist Besonnenheit wichtig.
    Das Coronavirus hat auch den Landkreis Neu-Ulm erreicht. Gerade jetzt ist Besonnenheit wichtig. Foto: Alexander Kaya (Symbolbild)

    Es war zu befürchten und zu erwarten: Jetzt hat das Coronavirus auch die Region erreicht. Sowohl in Ulm als auch im Kreis Neu-Ulm wurden die ersten Fälle bestätigt. Mehrere Dutzend Menschen müssen in häuslicher Quarantäne ausharren. Doch nicht nur die Erkrankten selbst und ihre Verwandten, Freunde und Arbeitskollegen sind betroffen. Das Coronavirus hat Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben insgesamt. In den Supermärkten klaffen Lücken in den Regalen mit Nudeln und Konserven. Veranstaltungen wie die Kunststoffmesse in Ulm oder der Saatgutmarkt in Illertissen fallen aus. Unternehmen sagen Dienstreisen ab und ordnen Homeoffice an. Menschen schütteln sich nicht mehr die Hände und meiden Großveranstaltungen.

    Coronavirus: Woanders ist die Lage teilweise dramatisch

    Viele Menschen sind verunsichert, und das ist völlig verständlich. Denn niemand kann vorhersagen, wie sich die Lage entwickelt. Noch sind wir von einer Situation wie etwa im Kreis Heinsberg (Nordrhein-Westfalen) entfernt, wo es an die 200 Corona-Fälle gibt, sämtliche Kitas und Schulen geschlossen wurden und Hamsterkäufe für Engpässe in vielen Geschäften sorgen. Wir müssen uns aber darauf einstellen, dass auch im Landkreis Neu-Ulm die Zahl der Erkrankten wächst.

    Betroffene dürfen nicht das Gefühl haben, allein gelassen zu werden

    Die Behörden müssen versuchen, die Ausbreitung des Virus so weit wie möglich zu verlangsamen. Auch für die Experten ist der Umgang mit dem Erreger Neuland, deswegen ist nicht zu erwarten, dass immer alles reibungslos läuft. Was aber alle Bürger erwarten können, sind maximale Transparenz und umfassende Informationen durch die Gesundheitsämter und andere verantwortliche Stellen. Es darf nicht sein, dass sich manche Betroffene, wie in Ulm, im Stich gelassen fühlen, weil sie in Quarantäne sitzen und niemand ihnen sagt, was genau Sache ist. Sich zwei Wochen lang daheim zu beschäftigen, ist das eine, vor allem für Familien mit Kindern – das Eingesperrtsein und die Unsicherheit das andere.

    Lesen Sie dazu auch: Coronavirus: Gesundheitsamt wehrt sich gegen Kritik

    Die Fachleute in Kliniken, Praxen und Ämtern tun ihr Möglichstes, um die Bevölkerung zu schützen. Doch im Kampf gegen die Epidemie kann jeder Einzelne etwas tun. Dazu gehört natürlich, Hygienemaßnahmen wie das regelmäßige und gründliche Händewaschen zu beachten. Wichtig ist aber auch, besonnen zu bleiben und sich gründlich und regelmäßig zu informieren. Denn Covid-19 wird uns leider noch eine ganze Weile beschäftigen.

    Verfolgen Sie alle aktuellen Entwicklungen in unserem Live-Blog.

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