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Landkreis Neu-Ulm: Ein Grüner will Landrat werden

Landkreis Neu-Ulm

Ein Grüner will Landrat werden

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    Einstimmig wurde Ludwig Ott aus Finningen zum Landratskandidaten der Grünen gewählt.
    Einstimmig wurde Ludwig Ott aus Finningen zum Landratskandidaten der Grünen gewählt. Foto: Ursula Katharina Balken

    Ludwig Ott aus dem Neu-Ulmer Stadtteil Finningen geht für Bündnis 90/Die Grünen ins Rennen um den Landratsposten. Der 28 Jahre alte Projektkaufmann weiß das einstimmige Votum des Kreisverbandes hinter sich. 19 Mitglieder waren am Dienstagabend ins Weißenhorner Barfüßer-Brauhaus gekommen, um den Landratskandidaten zu küren. Vorausgegangen war eine Sitzung des Grünen-Ortsverbandes Rothal, bei der sich die acht Bewerber für ein Stadtratsmandat vorstellten.

    Ludwig Ott bekannte bei seiner Vorstellung, er habe sich zwar schon immer für Politik interessiert, intensiv aber erst seit einem halben Jahr, seit er sich den Grünen angeschlossen habe und Mitglied wurde. Der Kandidat ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Sein Hobby ist Fußballspielen. Und weil er das Ehrenamt als Stütze der Gesellschaft sieht, ist er der Feuerwehr Finningen und der Feuerwehr Neu-Ulm beigetreten. Seinen Fokus will er in der Landkreispolitik auf den Klimaschutz richten und es möglich machen, dass man auch dann aufs Auto verzichten kann, wenn man auf dem Land wohnt. Von der Politik fordert er klar definierte Aussagen, weil man sonst die Menschen nur in die Arme der Parolenschwinger treibe.

    In der Vergangenheit sei „verbrannte Erde“ durch die Diskussion um den Nuxit und die Kreiskrankenhäuser zurückgelassen worden, sagte Ott. In jedem Fall befürwortet er ein Radwegkonzept. Auf die Frage eines Versammlungsteilnehmers, wie er sich dieses vorstellt, vermochte er zum gegenwärtigen Zeitpunkt allerdings noch keine exakte Aussage machen.

    Acht Bewerber für den Weißenhorner Stadtrat

    In einer vorgeschalteten Sitzung hatten die Mitglieder des Grünen-Ortsverbands Rothtal ihre Kandidaten für die Weißenhorner Stadtratswahlen bekannt gegeben. Sechs Bewerber waren erschienen, zwei fehlten aus Krankheitsgründen. Wenngleich die Grünen auch keine 24 Bewerber (es gibt insgesamt 24 Sitze im Stadtrat) ins Rennen schicken können, so zeigte sich der Ortsvorsitzende Franz Schmid zufrieden, dass eine Liste zustande gekommen war. Er umriss die Zielsetzungen der Grünen in Weißenhorn: Mehr Grün anlegen anstatt Parkplätze bauen, den Radfahrern mehr Raum geben, bei Neubauten noch mehr auf Ausgleichsflächen drängen und ein Auge darauf haben, dass dies auch umgesetzt wird. Hinzu kommt: den Flächenverbrauch unbedingt eindämmen, bezahlbaren Wohnraum schaffen und die Stadt fahrradfreundlicher machen. Vor sechs Jahren habe die Partei 6,1 Prozent der Stimmen eingefahren, sagte Schmid. Jetzt hoffe man auf eine Verbesserung des Ergebnisses.

    Die Kandidatenliste lautet wie folgt: Christiane Döring, Ulrich Fliegel, Julia Probst, Max Laupheimer, Karsten Zanor, Jens Falck, Anabel Zanor und Olav Gärnter. Döring und Fliegel sitzen bereits seit einer Wahlperiode im Stadtrat. Julia Probst (Platz 3) ist gehörlos, sie braucht eine Übersetzungshilfe, um ihre Anliegen – zum Beispiel mehr Barrierefreiheit auf dem Friedhof – vorzubringen. Für ihren Mut, sich zur Wahl zu stellen, gab es Beifall.

    Geleitet wurden die Wahlen von der Kreisvorsitzenden Mechthild Destruelle. Sie sprach nach den vielen Nominierungsversammlungen von einem „Marathon“, den sie aber gerne hinter sich gebracht habe. Auch sie gab sich zuversichtlich, dass die Grünen wieder in den Weißenhorner Stadtrat einziehen.

    Mehr über Ludwig Ott lesen Sie hier:

    Ludwig Ott tritt für die Grünen bei der Landratswahl an

    Einen Artikel über die Kreistagsliste der Grünen finden Sie hier:

    Kreistag: Grüne wollen nicht mehr die kleinste Fraktion sein

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