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Neu-Ulm: Mit dem Handy auf Kunsttour

Neu-Ulm

Mit dem Handy auf Kunsttour

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    Auf Kunsttour: Kunsthistoriker Johannes Stahl, Museumchefin Helga Gutbrod und Kulturdezernent Ralph Seiffert vor dem „Geflügelten Löwen“.
    Auf Kunsttour: Kunsthistoriker Johannes Stahl, Museumchefin Helga Gutbrod und Kulturdezernent Ralph Seiffert vor dem „Geflügelten Löwen“. Foto: Andreas Brücken

    Da ist zum Beispiel der geflügelte Löwe vor der Kirche St. Johann Baptist. Hoch oben auf seinem Sockel steht er, aufgestützt auf einem Buch. Eine Skulptur, an der die meisten Passanten einfach vorbeilaufen – nach Ansicht des Kunsthistorikers Johannes Stahl aber ein bedeutendes Kunstwerk, innovativ durch seine Gestaltung und durch sein Material Beton. Der Löwe des Münchner Bildhauers Fritz Müller-Kamphausen ist eine von 32 Stationen in Neu-Ulm, die sich nun mit einem digitalen Guide erkunden lassen, ganz einfach mit dem Smartphone.

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    Die „Kunsttour Neu-Ulm“ ist ein Projekt, das sich die Stadt zum 150-Jährigen geleistet hat; rund 42000 Euro kosteten Konzeption, Recherche und technische Realisierung. Wie auch bei den ebenfalls von Stahl betreuten künstlerisch begleiteten Streifzügen des Edwin-Scharff-Museums geht es darum, die Kunst im öffentlichen Raum erfahrbar zu machen – und damit einen neuen Blick auf die Stadt zu ermöglichen. „Skulpturen sind die Visitenkarte einer Stadt“, sagt der Kunsthistoriker. Ihre individuelle Auswahl präge den Ort und offenbare seine kulturelle Seite.

    Neu-Ulm hat viel zu bieten, findet der Kulturdezernent

    Neu-Ulm hat in dieser Hinsicht viel zu bieten, findet Kulturdezernent Ralph Seiffert: „Wir haben viele tolle Dinge.“ Bei einem Pressetermin mit Stahl und Museumsleiterin Helga Gutbrod stellte er die „Kunsttour Neu-Ulm“ vor, die eigentlich aus drei Touren besteht – sie heißen „Donauabwärts“, „Entfestigung“ und „Mittelpunkte“ und setzen jeweils andere Akzente. Skulpturen und Plastiken (unter anderem von Edwin Scharff) werden ebenso erklärt wie bedeutende Plätze und Bauten (wie die Caponniere oder der Wasserturm).

    An die Informationen kommen Kunstflaneure über Schilder mit QR-Codes, die an den Stationen angebracht sind und mit Apps gescannt werden können. Alternativ kann man direkt auf die Internet-Seite gehen und dort die ganzen Touren oder die einzelnen Werke anwählen. Dort gibt es dann nicht nur erklärende Texte, sondern manchmal auch kurze Audio-Beiträge, unter anderem ein Interview mit dem Enkel des Architekten Dominikus Böhm. Demnächst, so Museumsleiterin Gutbrod, sollen alle Texte zusätzlich als Hörfassung abrufbar sein. Denkbar sei auch eine Ergänzung um weitere Stationen. „Es gibt noch einmal so viel.“

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