Die Suche nach einem Bürgermeisterkandidat verlief in der Gemeinde Elchingen bislang ohne Erfolg. Weder die CSU, die Dorfgemeinschaft Oberelchichen (DOG) oder die Unabhängigen Freien Wähler haben bislang einen Herausforderer für den bisherigen Rathauschef Joachim Eisenkolb gefunden. Die Freien Wähler haben sich jüngst im Rahmen ihrer Nominierungsveranstaltung hinter den parteilosen Bürgermeister Eisenkolb gestellt. Beim Abstimmungsergebnis musste dieser erst einmal durchschnaufen: Alle der 22 anwesenden Mitglieder sprachen sich für Eisenkolb aus. Gleichzeitig erklärten die Freien Wähler ihren Kandidaten als gemeinsamen Wahlvorschlag mit den Bündnis 90/Die Grünen. Auch hier haben die Grünen-Mitglieder bereits im Vorfeld ihrer Nominierungsveranstaltung am kommenden Dienstag ihre Unterstützung für Eisenkolb signalisiert.
Als Ziele für die kommende Amtszeit im Falle einer Wiederwahl erklärte Eisenkolb, dass er neue Formate für mehr Bürgerbeteiligungen auf den Weg bringen wolle. Ohne weitere Einzelheiten zu nennen, sagte er: „Wir müssen den Versuch wagen, herauszufinden, was der Bürger will.“ Die Aufgabe eines Bürgermeister sei es, das Wohl aller Bürger, der Wirtschaft und der Umwelt zu berücksichtigen, erklärte Eisenkolb weiter.
Freie Wähler nominieren Joachim Eisenkolb als Bürgermeisterkandidat
Der Vorsitzende der Freien Wähler, Johann Gröger, beschrieb Eisenkolb als Politiker, der einen routinierten Umgang mit Menschen bewiesen habe. Die bevorstehende Kommunalwahl sei eine „Zäsur, in der das Geleistete von den Wählern evaluiert wird“, sagte Gröger weiter. Wichtige Projekte, wie die Wiederbelebung des ehemaligen Real-Geländes, das sanierte Schulzentrum, der Kindergarten Oberelchingen oder die Entwicklung der sozialen Infrastruktur trage die Handschrift der Freien Wähler. Auch die Verkehrsberuhigung an der Klostersteige sei ein Ergebnis aus Zusammenarbeit zwischen den Freien Wähler mit den betroffenen Anwohnern. Mit Blick in die Zukunft sprach Bernhard Vollmer von Veränderungen der Verkehrslage in Elchingen: „Die Gemeinde erstickt im Verkehr.“ Deshalb sollen Varianten für eine Umgehungsstraße erarbeitet werden.
Neben den amtierenden Gemeinderatsmitglieder Johann Gröger, Rudolf Niedermeier, Andreas Mayr, Andreas Moser, Thomas Grimminger und Josef Mayer haben sich Susanne Baur, Daniela Mayer-kraus, Ute Plebst, Bernhard Vollmer, Christine Mayer, Donat Rueß, Markus Färber, Frank Marius, Sarah Himmel, Reinhold Steck, Johanna Gulde, Markus Keuler, Marion Peiker und Jan Kneer auf die Liste der Freien Wähler nominieren lassen. Alle 22 anwesenden Mitglieder stimmten für die vorgeschlagene Liste. Die Kandidaten seien mit ihrer jugendlichen Dynamik und einem hohen Frauenanteil ein gelungener Querschnitt durch die Bevölkerung, sagte Gröger.
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